BERLIN (dpa-AFX) - Der Online-Gebrauchtwagenhändler Auto1
Das Papier zog in der Spitze um über 11 Prozent an und markierte ein Hoch seit 2021. Zuletzt lag es mit knapp 10 Prozent im Plus bei 20,62 Euro. Anfang 2024 war es noch weniger als 7 Euro wert gewesen, auch seit Beginn dieses Jahres hat der Kurs schon fast ein Drittel gewonnen. Für längerfristige Anleger ist das aber trotzdem nur ein Trostpflaster: Im Frühjahr 2021 war Auto1 zu 38 Euro je Stück an die Börse gegangen und am ersten Handelstag bereits auf über 50 Euro gestiegen.
JPMorgan-Analyst Marcus Diebel schrieb, das vierte Quartal und der Ausblick seien viel besser als die Erwartungen. Sowohl der Bruttogewinn je Auto als auch das Absatzvolumen seien stark. Die Markterwartungen für den operativen Gewinn im neuen Jahr dürften deutlich anziehen.
Im laufenden Jahr soll der um Sondereffekte bereinigte Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen auf 135 bis 165 Millionen Euro steigen, wie das MDax
Beim Absatz gebrauchter Fahrzeuge nimmt sich das Management für 2025 zwischen 735.000 und 795.000 Fahrzeuge vor, nach einem Anstieg um fast 18 Prozent auf knapp 690.000 Autos im vergangenen Jahr. In beiden Segmenten, demjenigen mit gewerblichen Händlern als auch dem mit Privatkunden (wirkaufendeinauto.de, Autohero), steigerte das Unternehmen sowohl die Verkaufszahlen als auch den Bruttogewinn je Fahrzeug - sprich die Differenz aus dem durchschnittlichen Verkaufs- und Ankaufpreis.
Langfristig haben Chef Bertermann und Finanzchef Markus Boser noch viel mehr Geschäft im Sinn. Der Marktanteil des Unternehmens in Europa soll von 2,5 Prozent auf zehn Prozent klettern. Die bereinigte operative Marge soll eine Bandbreite von 5 bis 9 Prozent vom Umsatz erreichen. Im vergangenen Jahr waren es lediglich 1,7 Prozent./men/mne/stk