(im Vornamen des CEO wurde ein Buchstabe ergänzt. Er lautet Leonhard rpt Leonhard Birnbaum)
ESSEN (dpa-AFX) - Der Energieversorger Eon
Vergangenes Jahr lag der um Sondereffekte und nicht-operative Ergebnisbestandteile bereinigte Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (ber Ebitda) von Eon bei gut 9 Milliarden Euro. Das sind zwar drei Prozent weniger als 2023, allerdings hatten Analysten einen noch stärkeren Rückgang erwartet. Unterm Strich entfiel auf die Aktionäre mit gut 4,5 Milliarden Euro deutlich mehr als im Jahr 2023, was aber auch auf nichtoperative Ergebniseffekte etwa aus Derivaten zurückzuführen ist. Die Dividende soll um 2 Cent auf 0,55 Euro je Aktie steigen.
Auch hatten die vom Unternehmen erfassten Experten bislang nicht damit gerechnet, dass Eon 2025 wieder das operative Ergebnisniveau von 2023 anpeilen wird. Das Management des Dax
Außerdem spielen Eon die hohen Investitionen in die Karten, insbesondere in den Ausbau der Netzinfrastruktur. Das Unternehmen erhöhte am Mittwoch seine Investitionspläne ebenso wie seine mittelfristigen Gewinnerwartungen. Von 2024 bis 2028 will Eon nun 43 Milliarden Euro investieren. Das ist eine Milliarde mehr, als bislang geplant war, die in den Ausbau der Netzinfrastruktur fließen soll.
Auch im Tagesgeschäft dürfte es in der Folge besser laufen: Den bereinigten operativen Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (ber Ebitda) erwartet das Management 2028 nun bei über 11,3 Milliarden Euro statt bislang bei über 11 Milliarden. Analysten hatten 11,1 Milliarden Euro auf dem Zettel.
Der Konzern ist in seiner Ertragskraft in weiten Teilen an die von der Bundesnetzagentur vorgegeben Verzinsung gebunden. Wie diese ab 2029 für das Strom-Geschäft aussehen soll, sei "heute noch nicht absehbar", hieß es am Mittwoch aus Essen. Eon-Chef Birnbaum schrieb deshalb die Investitionspläne für den Konzern nicht wie sonst üblich um ein Jahr fort. Eon sei zwar bereit, weiter zu investieren, sagte der Manager laut Mitteilung, "aber niemals um jeden Preis".
Eon verfüge mit 5 bis 10 Milliarden Euro im Jahr 2028 weiterhin über einen großen bilanziellen Spielraum, schrieb Analyst Alexander Wheeler von der kanadischen Bank RBC. Er glaube aber, dass das Unternehmen den richtigen regulatorischen Rahmen brauche, um diesen Spielraum zu nutzen.
Eon ist Deutschlands größter Stromversorger und -netzbetreiber. Er zählt im Heimatmarkt rund zwölf Millionen Strom- und zwei Millionen Erdgaskunden. Fast ein Drittel des Strom-Verteilnetzes gehört zum Konzern. Eon ist auch einer der größten Ladesäulenbetreiber. Nach Angaben von Eon sind bis zu 78 Prozent des operativen Ergebnisses vom Regulator abhängig./lew/mne/mis