SAN DONATO MILANESE (dpa-AFX) - Der Energiekonzern Eni
Die Aktie reagierte darauf kaum und stand zuletzt ein halbes Prozent im Minus. Die Gewinnkennziffern hätten zwar enttäuscht, doch besser als gedacht sei der Finanzmittelfluss ausgefallen, kommentierte UBS-Analyst Joshua Stone. JPMorgan-Experte Matthew Lofting sprach von durchwachsenen Ergebnissen im vierten Quartal.
Wie die gesamte Branche hatten auch die Italiener in den vorangegangenen beiden Jahren von den stark gestiegenen Gaspreisen infolge des Ukraine-Kriegs profitiert. 2023 hatte Eni einen operativen Gewinn von fast 18 Milliarden Euro erzielt, im Jahr davor waren es sogar 25 Milliarden gewesen. Inzwischen sind die Gas- und Ölpreise aber wieder gesunken.
Trotz des Gewinneinbruchs flossen im vergangenen Jahr 5,1 Milliarden Euro durch Dividenden und ein ausgeweitetes Aktienrückkaufprogramm an die Aktionäre. Künftig sollen bis zu 40 Prozent des Finanzmittelflusses an die Investoren ausgeschüttet werden, zuvor waren 30 bis 35 Prozent eingeplant. Im laufenden Jahr ergibt sich daraus eine um fünf Prozent höhere Dividende von 1,05 Euro je Aktie. Außerdem kündigte Eni für 2025 den Rückkauf eigener Aktien im Wert von zunächst 1,5 Milliarden Euro an - mit der Option, auf bis zu 3,5 Milliarden Euro in diesem Jahr aufzustocken/niw/tav/jha/