Opec+ beginnt mit Ausweitung der Fördermenge - Ölpreise auf Talfahrt
WIEN (dpa-AFX) - Die im Ölverbund Opec+ zusammengeschlossenen Förderstaaten haben mit der angekündigten schrittweisen Ausweitung der Fördermenge begonnen. Die Gruppe, in der auch die führenden Ölstaaten Saudi-Arabien und Russland vertreten sind, will die Produktion bis zum Ende des kommenden Monats um durchschnittlich 411.000 Barrel (je 159 Liter) pro Tag erhöhen, wie aus einer Mitteilung der Organisation erdölexportierender Länder vom Donnerstag hervorgeht. Dies sei der erste Schritt zur Umsetzung eines Beschlusses von Anfang März.
Die acht in der Opec+ organisierten Förderländer wollen eine seit 2023 geltende Beschränkung der Fördermenge auslaufen lassen. Damals hatten die Länder des Ölverbunds ihre Produktion im Umfang von täglich 2,2 Millionen Barrel gekürzt, um die Ölpreise zu stützen. Vereinbart wurde, die Fördermenge ab April wieder schrittweise anzuheben.
Die Ölpreise weiteten ihre frühen Verluste nach der Mitteilung der Opec+ deutlich aus. Begonnen hatte die Talfahrt aber schon nach der Ankündigung umfassender US-Zölle auf Einfuhren von Waren aus aller Welt. Das nährte Konjunktursorgen und dämpfte damit die Ölnachfrage. Ein Barrel der Sorte Brent aus der Nordsee mit Lieferung im Juni fiel um 4,23 Dollar auf 70,72 Dollar./jkr/jsl/mis