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Devisen: Euro legt zum US-Dollar etwas zu

28.08.2025
um 17:04 Uhr

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Kurs des Euro hat am Donnerstag nach einem zunächst trägen Handelsstart etwas zugelegt. Am Nachmittag wurde die Gemeinschaftswährung zu 1,1673 US-Dollar gehandelt und damit etwas über dem Niveau vom Vorabend. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,1676 (Mittwoch: 1,1593) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8565 (0,8625) Euro.

Beobachter begründeten die moderaten Kursgewinne mit einer allgemeinen Dollar-Schwäche, die im Handelsverlauf den Euro und andere wichtige Währungen gestützt habe. Die Bewegungen hielten sich allerdings im Rahmen. Bereits seit Mitte August pendelt der Eurokurs in einer recht engen Spanne zwischen knapp 1,16 und gut 1,17 Dollar.

Am Markt wurde auch auf das jüngste Protokoll der EZB-Zinssitzung Ende Juli verwiesen. Die meisten Vertreter der Europäischen Zentralbank schätzten demnach die Inflationsrisiken als "weitgehend ausgewogen" ein. Zwar sei eine weitere Senkung der Zinssätze erwähnt worden. Laut den Aufzeichnungen wurde es allerdings als "robuster" Ansatz angesehen, den Einlagesatz nach acht Senkungen bei zwei Prozent zu belassen.

Konjunkturdaten aus den USA sorgten für keine nachhaltigen Kursausschläge. So war die Wirtschaft im Frühjahr auch durch mehr Investitionen von Firmen stärker gewachsen als erwartet. Zudem fiel die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,86370 (0,86260) britische Pfund, 171,48 (171,63) japanische Yen und 0,9353 (0,9350) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold kostete am Nachmittag in London 3.412 Dollar. Das waren 14 Dollar mehr als am Vortag./la/stk

LS - EUR/USD

WKN 965275 ISIN EU0009652759