FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Aussicht auf eine Wirtschaftsbelebung hierzulande im frisch angelaufenen Jahr sowie ein Rekordhoch an den US-Börsen hat am Montag auch dem Dax
Der MDax
Bereits gegen Ende 2025 hatten Anleger am deutschen Aktienmarkt zunehmend auf eine Belebung der deutschen Wirtschaft durch die schuldenfinanzierten Infrastruktur- und Rüstungsmilliarden der Bundesregierung sowie durch weniger Bürokratie gesetzt.
"Anleger scheinen fest entschlossen zu sein, die fundamentale Neuausrichtung der deutschen Wirtschaft - getragen von den Reformhoffnungen unter der Regierung Merz - in die Kurse einzupreisen", schrieb Analyst Frank Sohlleder vom Handelshaus ActivTrades. Dennoch bleibe die Marktdynamik vorerst fragil, da das Handelsvolumen nach den Feiertagen erst allmählich wieder anziehe.
Anleger griffen vor allem wieder bei Rüstungsaktien zu. So schnellten Rheinmetall
Damit holten die Rüstungswerte ihre im Schlussviertel 2025 erlittenen Verluste weiter auf. Da hatten viele Anleger die zuvor sehr starken Kursentwicklungen genutzt, um Kasse zu machen - auch getrieben angesichts der Hoffnung auf ein mögliches Ende des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine.
Rüstungswerte profitierten nun wieder davon, dass es nach wie vor keine Lösung für den Ukraine-Krieg gibt. Hinzu kommt die Eskalation des Konflikts zwischen den USA und Venezuela. Zudem droht US-Präsident Donald Trump nach dem Angriff auf Venezuela jetzt auch Kolumbien.
"Für die Finanzmärkte bedeutet dies vor allem eines: Unsicherheit", erklärte Sohlleder. Da Venezuela über signifikante Ölreserven verfüge, beobachteten Marktteilnehmer die Reaktion der Energiepreise und die daraus resultierenden Inflationserwartungen mit Argusaugen. Sollte die geopolitische Instabilität zunehmen, könnte dies den Risikoappetit der Anleger kurzfristig bremsen.
Angetrieben von einem positiven Analystenkommentar zur niederländischen ASML
Die Aktie des Rückversicherers Munich Re
--- Von Claudia Müller, dpa-AFX ---