FRANKFURT (dpa-AFX) - Verunsicherung angesichts der Ankündigung eines neuen Finanzchefs bei Scout24
Das Chartbild bleibt somit eingetrübt, zumal deutliche Gewinne während des Handelsstarts am Vortag sich schon kurz darauf wieder fast vollständig in Luft aufgelöst hatten. Der versuchte Sprung über die 21-Tage-Linie, die als kurzfristiger Trendindikator gilt, hatte sich als Fehlversuch erwiesen.
Anleger reagierten verunsichert darauf, dass Scout24 mit Martin Mildner Anfang März einen neuen Finanzchef bekommt, auch wenn das Ausscheiden von Dirk Schmelzer laut "The Market" ohne etwaige Zwistigkeiten erfolgte und der Aufsichtsrat bereits seit Frühjahr 2025 nach einem Nachfolger gesucht hatte. Schmelzer habe seinen 2026 endenden Vertrag einvernehmlich aufgelöst, weil er Aussicht auf eine "spannende neue Aufgabe" habe, hätten mehrere mit dem Vorgang vertraute Personen der zur Schweizer "NZZ"-Mediengruppe gehörenden digitalen Finanzmarkt-Plattform gesagt.
Citigroup-Analystin Doyinsola Sanyaolu hat dennoch eine negative Kursreaktion auf diese Neuigkeit erwartet. Der seit sechs Jahren für Scout24 tätige Schmelzer sei maßgeblich an der Unternehmensstrategie beteiligt gewesen, über das Kernmodell mit Immobilienanzeigen hinaus zu einem digitalen Ökosystem zu expandieren, erklärte sie.
Da aber auch Vorstandschef Ralf Weitz diesbezüglich eine wesentliche Rolle innegehabt habe, erwartet Sanyaolu keinen Strategiewechsel. Allerdings dürfte der Markt auf baldige Aussagen über die nächste Phase der Strategie für das digitale Ökosystem warten, da die entsprechenden Ziele auf dem Kapitalmarkttag 2024 bis zum Jahr 2026 festgelegt worden seien./ck/nas/jha/