TOULOUSE (dpa-AFX) - Der weltgrößte Flugzeughersteller Airbus
Schon 2024 hatte Faury sein ursprüngliches Auslieferungsziel zusammengestrichen. Damals waren Zulieferer mit der Lieferung wichtiger Teile wie Triebwerken nicht hinterhergekommen. Daher hatte Airbus statt der ursprünglich angepeilten 800 Maschinen nur 766 Jets an seine Kunden übergeben. Auch im Jahr 2022 hatte der Hersteller sein ursprüngliches Auslieferungsziel verfehlt.
Der Löwenanteil der Flugzeuge entfiel 2025 mit 607 Maschinen wie üblich auf die Mittelstreckenjets aus der Modellfamilie A320neo samt der Langstreckenversion A321XLR. Hinzu kamen 57 Großraumjets von Typ A350 und 36 der etwas kleineren A330neo sowie 93 Exemplare des kleinsten Airbus-Modells A220. Die Finanzzahlen wie Umsatz und Gewinn will der Konzern erst am 19. Februar veröffentlichen.
An Aufträgen herrscht bei Airbus auch weiterhin kein Mangel - im Gegenteil. Im vergangenen Jahr holte der Konzern Bestellungen über 1.000 Passagier- und Frachtjets herein. Nach Abzug von Stornierungen waren es 889 Stück. Der Auftragsbestand lag Ende 2025 bei 8.754 Maschinen und damit so hoch wie noch nie zum Ende eines Jahres.
Gemessen an den jüngsten Auslieferungszahlen reichen die Bestellungen rechnerisch für die nächsten elf Jahre. Allerdings will Faury die Produktion in den kommenden Jahren deutlich ausweiten.
Airbus' Erzrivale Boeing
Seitdem steht der US-Konzern unter verschärfter Aufsicht der Behörden und darf die Produktion seines wichtigsten Modells nur nach staatlicher Genehmigung ausbauen. Im Jahr 2025 zogen Boeings Auslieferungszahlen wieder ein Stück an. In den Monaten Januar bis November lieferte der Hersteller 537 Passagier- und Frachtjets aus. Brutto holt er Aufträge über 1.000 Maschinen herein - und kam netto auf 908 neue Bestellungen. Die Jahreszahlen will Boeing an diesem Dienstag (13. Januar) veröffentlichen./stw/men