TOKIO/SHANGHAI/HONGKONG/SYDNEY (dpa-AFX) - Die asiatisch-pazifischen Aktienmärkte haben am Dienstag mehrheitlich zugelegt. Dabei waren japanische Aktien auffallend stark.
Der Tokioter Leitindex Nikkei 225
Auslöser der Gewinne war ein Bericht über eventuelle Neuwahlen. Premierministerin Sanae Takaichi, die seit Oktober 2025 amtiert, könnte laut der Nachrichtenagentur Kyodo ihre derzeit hohe Popularität nutzen, um ihre Macht durch neue Mehrheitsverhältnisse nach einer Wahl zu festigen. Takaichi steht für eine aggressive Fiskalpolitik und sie befürwortet eine expansive Geldpolitik.
Dies drückte den Yen auf den tiefsten Stand seit Juli 2024. Profiteure waren exportorientierte Werte wie der Autosektor. So waren Titel des Autoherstellers Toyota
Die asiatischen Märkte profitierten zudem von ihren günstigeren Bewertungen im Vergleich zu den US-Börsen - und dies bei guten Wachstumsaussichten, was zu Umschichtungen einlädt. US-Drohungen belasteten nach Ansicht der Marktstrategen der Deutschen Bank dagegen nicht allzu sehr. Die US-Regierung will Importe aus allen Ländern, die Geschäfte mit dem Iran machen, mit einem neuen Strafzoll in Höhe von 25 Prozent des Warenwerts belegen. Das kündigte Präsident Donald Trump auf seiner Online-Plattform Truth Social an, offenbar als Reaktion auf die gewaltsame Niederschlagung regierungskritischer Proteste im Iran. Trumps knappe Ankündigung ließ allerdings viele Fragen offen.
Die chinesischen Festlandsbörsen lagen zwar leicht im Minus, die Börse der Sonderverwaltungszone Hongkong legte dagegen zu. So gewann der Hang-Seng-Index
Australische Aktien legten ebenfalls leicht zu. Der australische Leitindex S&P/ASX 200