FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Kurs des Euro
Im Dezember hatte die Inflation in den USA unverändert bei 2,7 Prozent gelegen. Analysten hatten diese Teuerung im Schnitt erwartet. Die Kernrate ohne die schwankungsanfälligen Preise für Energie und Nahrungsmittel lag etwas tiefer bei 2,6 Prozent.
"Die Inflation in den USA hat sich zum Ende des Jahres kaum entspannt", kommentierte Ulrich Wortberg, Analyst bei der Landesbank Hessen-Thüringen. Nach Einschätzung von Thomas Gitzel, Chefvolkswirt der VP Bank, zeigen die Preisdaten weiterhin keine nennenswerten Effekte durch die Zollpolitik der US-Regierung. Sollte sich dies in den kommenden Monaten fortsetzen, "hat die US-Notenbank Fed grünes Licht für weitere Zinssenkungen".
Zuletzt hatte die Fed den Leitzins im Dezember gesenkt, um 0,25 Prozentpunkte. Im weiteren Verlauf des Jahres werden allgemein weitere Zinssenkungen in den USA erwartet.
Deutliche Kursverluste zeigten sich hingegen beim japanischen Yen. Medienberichten zufolge könnte Japans Premierministerin Sanae Takaichi, die seit Oktober 2025 amtiert, ihre Macht durch neue Mehrheitsverhältnisse festigen. Takaichi steht für eine aggressive Fiskalpolitik und befürwortet eine expansive Geldpolitik.
Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,86600 (0,86740) britische Pfund, 185,12 (184,42) japanische Yen und 0,9311 (0,9313) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold (etwa 31,1 Gramm) kostete zuletzt 4.605 Dollar. Das waren etwa 8 Dollar mehr als am Vortag./jkr/nas