DÜSSELDORF (dpa-AFX) - Der US-Stahlkonzern Worthington Steel
Der US-Konzern bietet elf Euro je Aktie für das Düsseldorfer Unternehmen, wie er am Freitag vergangener Woche mitteilte. Der Unternehmenswert inklusive Schulden des im SDax
Worthington möchte mindestens 65 Prozent der Anteile von Klöckner & Co und rechnet mit einem Abschluss der Transaktion in der zweiten Jahreshälfte. Klöckner soll nach dem Zusammenschluss weiter eigenständig bleiben mit Sitz in Düsseldorf. Worthington Steel will im Aufsichtsrat als "strategischer Partner" vertreten sein. Entlassungen oder Schließungen von Standorten seien nicht geplant, hatte es weiter geheißen.
Das US-Unternehmen will zudem nach erfolgreicher Übernahme die Möglichkeit eines Ausschlusses der Minderheitsaktionäre (Squeeze-Out), eines Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags sowie eines Delistings der Aktien von der Frankfurter Wertpapierbörse prüfen.
Die Marktkapitalisierung von Klöckner betrug vor der Vorlage des Angebots rund 854 Millionen Euro, die von Worthington Steel lag bei etwas mehr als 1,9 Milliarden Dollar (rund 1,6 Mrd Euro). Inzwischen liegen die Deutschen bei 1,1 Milliarden Dollar und die Amerikaner bei 2,0 Milliarden Dollar.
Klöckner & Co wurde 1906 in Duisburg gegründet und beschäftigte zuletzt knapp 6.600 Mitarbeiter. 2024 hatte das Unternehmen 6,6 Milliarden Euro umgesetzt und damit trotz eines höheren Absatzes wegen sinkender Stahlpreise etwas weniger als ein Jahr davor. Das operative Ergebnis sank ebenfalls. Für 2025 rechnet das Unternehmen mit einem leichten Plus beim Absatz und Umsatz sowie einem deutlich höheren operativen Gewinn./he/mis