WIEN (dpa-AFX) - Das Gerangel um Grönland zwischen den USA und Europa drückt weiter schwer auf Europas Börsen. Der Wiener Leitindex ATX
Haupttreiber sind US-Präsident Donald Trumps Zugriffswünsche auf Grönland, die mit Zolldrohungen einhergehen. "Die jüngsten Zolldrohungen werfen einstweilen einen großen Schatten auf die aufgehellten Konjunkturperspektiven", kommentierte Thomas Gitzel, Chefvolkswirt der VP Bank, mit Blick auf das aggressive Vorgehen der USA. Die Zölle hätten bereits deutliche Bremsspuren bei den Exporten hinterlassen. "Würden sich die Zölle noch erhöhen, würde sich einerseits der Exportrückgang fortsetzen und andererseits sogar auch noch beschleunigen", schreibt Gitzel. "Darunter würde die gesamte Wirtschaft leiden."
Betroffen von den neuen Zöllen wären acht europäische NATO-Länder, darunter auch Deutschland. Die Verschärfung der transatlantischen Spannungen und die neue Zollunsicherheit nagten an der europäischen Anlagestory, schrieb Beata Manthey, Aktienmarktstrategin der Citigroup. Es liege nun ein Schatten über der erwarteten Gewinnbelebung europäischer Konzerne.
Bei den Einzelwerten rückten am heimischen Markt der Flughafen Wien, Kapsch TrafficCom und der Caterer Do&Co in den Fokus. Der Flughafen Wien hat bekanntgegeben, mit einem Passagierrückgang zu rechnen. Die Flughafenpapiere landeten nach einem zwischenzeitlichen Minus zum Handelsschluss bei 0,0 Prozent.
Der Mautsystemanbieter Kapsch TrafficCom wiederum konnte von einem neuen Auftrag in Griechenland berichten. Die Anleger konnten damit nicht beeindruckt werden. Kapsch TrafficCom erholten sich im Tagesverlauf aber etwas und gingen mit minus 0,3 Prozent aus dem Tag.
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