Bahn sperrt im Juli rechtsrheinische Strecke für Sanierung
WIESBADEN/TROISDORF (dpa-AFX) - Die vielbefahrene rechtsrheinische Bahnstrecke zwischen Troisdorf bei Bonn und Wiesbaden wird vom 10. Juli bis zum 11. Dezember für eine Generalsanierung gesperrt. Das bedeutet Unannehmlichkeiten für Fahrgäste mit Busersatzverkehr und Zugumleitungen. An diesem Donnerstag (16.00 Uhr) Uhr gibt die Deutsche Bahn Auskunft über Bauprogramm und Ersatzverkehr.
Mit der Sanierung der mehr als eineinhalb Jahrhunderte alten Strecke "bündeln die Bauteams zahlreiche Arbeiten, die die Infrastruktur langfristig leistungsfähiger und weniger störanfällig machen", teilte die Bahn mit. "Der rund 160 Kilometer lange Streckenabschnitt wird dadurch künftig wesentlich robuster, der Zugverkehr für unsere Fahrgäste pünktlicher und zuverlässiger", hieß es. Sämtliche Stationen an der Strecke sollen modernisiert und großenteils barriere- oder zumindest stufenfrei werden.
Die rechte Bahnstrecke schlängelt sich durch das Welterbe Oberes Mittelrheintal und gilt mit der dortigen höchsten Burgendichte der Welt im Rheinischen Schiefergebirge als landschaftlich besonders reizvoll. Sie führt auch im Tunnel durch den sagenumwobenen Loreley-Felsen hindurch. Zugleich ist sie Teil von Europas meistbefahrener Güterzugstrecke zwischen Genua und Rotterdam. Schon viele Anwohner sind wegen des Bahnlärms weggezogen; auch der Tourismus klagt./jaa/DP/mis