LONDON (dpa-AFX) - Edelmetalle bleiben bei Investoren weiter gefragt: Gold und Silber waren am Freitag im frühen Handel so teuer wie noch nie. Der Preis für eine Feinunze Gold (etwa 31,1 Gramm)
Silber wiederum liegt nur noch wenige Cent unter der 100-Dollar-Grenze. Der Preis für eine Feinunze zog am letzten Handelstag der Woche um bis zu 3,3 Prozent auf 99,3853 Dollar an.
Der Goldpreis hat in den ersten 16 Handelstagen des Jahres um knapp 15 Prozent zugelegt, nachdem das gelbe Edelmetall sich im vergangenen Jahr um 65 Prozent verteuert hatte. Dies war das höchste Jahresplus seit 1979. Preistreiber im vergangenen Jahr waren unter anderem die vielen Konfliktherde weltweit.
Auch 2026 sorgten politische Spannungen für die Kursgewinne. So führten Experten die Gewinne in den ersten Handelstagen des Jahres vor allem auf die Lage im Iran und die jüngsten Zolldrohungen von US-Präsident Donald Trump gegen einige europäische Staaten im Zusammenhang mit Grönland zurück.
Diese hat Trump inzwischen zurückgezogen. Am Markt für Edelmetalle sorgte dies allerdings nur für eine kurze Verschnaufpause. Nach Gewinnmitnahmen am Mittwochnachmittag und Donnerstagvormittag zogen die Preise wieder deutlich an.
Silber war dabei zuletzt stärker gefragt als Gold. Der Preis für Silber war 2025 fast 150 Prozent nach oben geklettert und gewann in diesem Jahr weitere 38 Prozent dazu.
Edelmetalle - allen voran Gold - gelten bei vielen Investoren als sichere Häfen in Zeiten politischer Unsicherheiten. Silber ist zudem ein wichtiges Industriemetall, das für zahlreiche Anwendungen rund um KI, Robotik und Energie benötigt wird./zb/stk