KOBLENZ (dpa-AFX) - Der Auto- und Industriezulieferer Stabilus
Stabilus' Umsatz schrumpfte im ersten Geschäftsquartal bis Ende Dezember im Jahresvergleich um 10,7 Prozent auf gut 291 Millionen Euro, wie das SDax-Unternehmen
Auch insgesamt verliefen die Geschäfte mit der Energie-, Bau- und Autoindustrie im Auftaktquartal schwächer. Zuwächse verzeichnete der Konzern nur in den Bereichen Bahn, Marine sowie Luft- und Raumfahrt.
Das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern fiel insgesamt um knapp 23 Prozent auf 29,3 Millionen Euro. Die entsprechende Marge ging um 1,5 Prozentpunkt auf 10,1 Prozent zurück. Das Unternehmen begründete den Rückgang vor allem mit höheren Personalkosten. Unter dem Strich fiel der Gewinn von 14,3 Millionen Euro vor einem Jahr auf 8,1 Millionen Euro.
Stabilus leidet schon länger unter einer schwächeren Nachfrage der großen Autobauer. Viele der Hersteller haben mit einem starken Absatzrückgang zu kämpfen - auch wegen einer schwachen Nachfrage auf dem wichtigen chinesischen Markt. Zudem macht den Automobilkonzernen die Zollpolitik der USA schwer zu schaffen. Um wieder wettbewerbsfähiger zu werden, hatte das Unternehmen im September ein Sparprogramm gestartet. Damit sollen die Organisation gestrafft, die Personal- und Betriebskosten gesenkt und die Standorte optimiert werden. Stabilus will 450 Stellen weltweit abbauen, überwiegend in der europäischen Region (EMEA) und in Amerika.
"Durch frühzeitig eingeleitete Kosten- und Effizienzprogramme haben wir die Profitabilität in der Region EMEA gesteigert und in APAC auch vor dem Hintergrund eines deutlichen Umsatzrückgangs auf einem hohen Niveau stabilisiert", sagte Finanzchef Andreas Jaeger. Gleichzeitig sei es dem Unternehmen gelungen, den freien bereinigten Barmittelzufluss deutlich zu steigern.
Für das laufende Geschäftsjahr 2025/26 (Ende September) peilt der Vorstand um Konzernchef Michael Büchsner weiterhin einen Umsatz von 1,1 Milliarden bis 1,3 Milliarden Euro an und rechnet damit bestenfalls mit einem Erlös auf Vorjahreshöhe. Die Marge basierend auf dem um Sondereffekte bereinigten Gewinn vor Steuern und Zinsen (Ebit-Marge) soll zwischen 10 und 12 Prozent liegen. Zudem erwartet das Management einen bereinigten freien Barmittelfluss von 80 Millionen bis 110 Millionen Euro./mne/err/stw