FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Aktie von Friedrich Vorwerk
Gegen Mittag gewann das Papier des Pipeline- und Anlagenbauers für Erdgas-, Strom- und Wasserstoffanwendungen 4,8 Prozent auf 99,80 Euro, nachdem es kurz nach dem Börsenstart bis auf 103 Euro hochgesprungen war. Binnen einer Woche hat es sich schon um mehr als ein Drittel verteuert. Im noch jungen Jahr 2026 zählt es mit einem Plus von etwas mehr als 22 Prozent zu den sieben bislang am besten gelaufenen Aktien im SDax
Der Weg weiter nach oben ist für das Vorwerk-Papier auch charttechnisch gesehen frei, allerdings warnen einige Analysten wie etwa Leon Mühlenbruch von MWB Research, dass die Bewertung der Aktie zu hoch sei.
Die Aktie der Muttergesellschaft MBB
Vorwerk habe mit den vorläufigen Eckzahlen die eigene starke Marktposition und Projektpipeline erneut durch eine robuste operative Leistung untermauert und wachse hochprofitabel, schrieb Berenberg-Experte Stueben. Dabei hob er die zügige Einstellungsaktivität des Unternehmens hervor, das im Vergleich zum Vorjahr mit einem weiteren Mitarbeiterzuwachs von 15 Prozent im vierten Quartal den Grundstein für weiteres Wachstum lege.
Auch die Nettoliquidität sei stark und "bietet ausreichend Spielraum für weitere ergänzende Akquisitionen zur Aufstockung des Personalbestands sowie Flexibilität für Investitionen in größere Projekte, falls dies erforderlich sein sollte". Stueben sieht zudem weiteres Margenpotenzial durch den Produktmix des Energieanlagenbauers.
Analyst Mühlenbruch dagegen bleibt vorsichtig: Das Management sei hervorragend darin, das Wachstum zu beschleunigen und Ergebnisse zu liefern. Vorwerk profitiere von hohen Markterwartungen, die das Unternehmen noch zu übertreffen wisse und die Aktie spiegele diese starke Dynamik wider. Vor diesem Hintergrund könnten jedoch "selbst kleinere operative Schwierigkeiten oder ein lediglich langsameres Wachstum sich trotz guter Ergebnisse unverhältnismäßig stark auf den Aktienkurs auswirken"./ck/mne//mis