FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Kurse von deutschen Staatsanleihen haben am Mittwoch zugelegt. Der richtungweisende Euro-Bund-Future
Aus Deutschland kamen nur wenige Impulse. Die Bundesregierung hat ihre Prognose für das Wirtschaftswachstum im Jahr 2026 gesenkt. Man erwarte in diesem Jahr lediglich ein Plus von 1,0 Prozent, wie Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) bei der Vorstellung des Jahreswirtschaftsberichts sagte. Zuvor war noch ein Wachstum von 1,3 Prozent prognostiziert worden.
An den Finanzmärkten warten Anleger auf geldpolitischen Beschlüsse der Fed, die am Abend auf dem Programm stehen. Allgemein werden keine erneuten Zinssenkungen erwartet und eine unveränderte Leitzinsspanne von 3,50 bis 3,75 Prozent prognostiziert. Dafür spreche die weiter vergleichsweise hohe Inflation, heißt es in einem Kommentar der Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba). "Auch der Arbeitsmarkt scheint sich zu stabilisieren."
Sollte die Fed den Leitzins stabil halten, würde sie sich damit dem Druck der Regierung widersetzen. US-Präsident Donald Trump hatte zuletzt immer wieder Zinssenkungen gefordert und Notenbankpräsident Jerome Powell heftig beschimpft.
Nach Einschätzung der Helaba-Experten könnte Trump die geldpolitischen Beschlüsse der Fed dazu nutzen, einen neuen Notenbankchef bekanntzugeben, "von dem er sich eine lockerere Geldpolitik erhofft". Die reguläre Amtszeit von Powell endet im Mai. Es werden derzeit eine Reihe von möglichen Nachfolgern gehandelt./jsl/he