(neu: Spitzenminus, Tief seit April, Schlusskurs)
NEW YORK (dpa-AFX) - Big Tech hat am Donnerstag am New Yorker Aktienmarkt nach Quartalszahlen von Microsoft
Die Titel des Softwareriesen rutschten am Donnerstag mit gut 420 US-Dollar auf den tiefsten Stand seit Ende April ab. In der Spitze hatten die Aktien 12,5 Prozent eingebüßt, bevor sie den Abschlag mit dem Schlusskurs von 433,50 Dollar auf 10 Prozent reduzierten. Sie belasteten damit weite Teile des Tech-Umfelds. Der davon geprägte Leitindex gab nach, obwohl der Social-Media-Riese Meta bessere Nachrichten zu bieten hatte.
Microsoft konnte zwar dank einer weiter hohen Nachfrage rund um Künstliche Intelligenz (KI) und Cloud-Dienste erneut kräftig zulegen, allerdings fiel das Wachstum im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2025/26 nicht mehr so hoch aus wie im Vorquartal. Zusammen mit den Sorgen über die stark gestiegenen Kosten belastet das nachlassende Wachstum den Aktienkurs.
Die Microsoft-Aktien, die in den vergangenen Monaten bereits einen schweren Stand hatten, entfernten sich mit dem Abschlag am Donnerstag weiter vom Rekordhoch von rund 555 Dollar Ende Juli. Titel aus dem Software-Sektor waren weltweit unter Druck, was auch ein Kurseinbruch von 16 Prozent bei SAP
Der Ausblick von Microsoft für das Cloud-Geschäft im laufenden Quartal wurde überwiegend als eher verhalten eingestuft. Finanzchefin Amy Hood verwies erneut darauf, dass Kapazitätsengpässe das Wachstum in der Cloud-Sparte ausbremsen. Daher seien hohe Investitionen notwendig.
Diese führten wohl erst einmal nicht zu nennenswert höherem Wachstumstempo im Cloud-Geschäft Azure, schrieb Gabriela Borges von Goldman Sachs und senkte das Kursziel um 55 auf 600 US-Dollar. Kapazitätsengpässe prägten weiter das Geschäft, hieß es von Mark Murphy von JPMorgan. Der Umsatzausblick für das dritte Geschäftsquartal liege währungsbereinigt etwas unter den Erwartungen. Auch Murphy reduzierte das Kursziel, und zwar um 25 auf 550 Dollar.
In den vergangenen Monaten kam Microsoft beim Ausbau der Infrastruktur nicht hinterher, unter anderem weil die Nachfrage nach Cloud-Angeboten und Produkten mit Künstlicher Intelligenz so stark gewachsen ist./ajx/zb/mis/tih/jha/he