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Bitcoin fällt zeitweise unter 75.000 Dollar - Tiefster Stand seit neun Monaten

02.02.2026
um 14:48 Uhr

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Bitcoin hat die Talfahrt der vergangenen Tage am Montag zunächst fortgesetzt und ist auf den tiefsten Stand seit neun Monaten gefallen. Im Handelsverlauf rutschte die älteste und bekannteste Kryptowährung auf der Handelsplattform Bitstamp zeitweise bis auf 74.532 Dollar. Seit Donnerstag ist der Kurs damit um mehr als 20.000 Dollar gefallen und erreichte den tiefsten Stand seit April. Im Handelsverlauf konnte der Bitcoin aber frühe Verluste wettmachen und wurde zuletzt bei 77.800 Dollar gehandelt.

Zuvor hatten Kursgewinne beim Dollar den Bitcoin unter Druck gesetzt. Ähnlich wie bei Edelmetallen setzte auch beim Bitcoin eine Talfahrt ein, nachdem US-Präsident Donald Trump den früheren Fed-Gouverneur Kevin Warsh als Nachfolger des US-Notenbankchef Jerome Powell nominiert hatte. Das schürte an den Märkten Zweifel, dass es tatsächlich zu einer deutlichen Lockerung der Geldpolitik in den USA kommen wird.

"Der Markt setzt derzeit darauf, dass Warsh als womöglich neuer Fed-Chef nicht als verlängerter Arm Trumps wahrgenommen würde, sondern als eigenständiger Akteur mit institutioneller Glaubwürdigkeit", sagte Analyst Timo Emden von Emden Research. Seiner Einschätzung nach werten die Anleger die Personalie Warsh offensichtlich als Indiz für einen in Zukunft restriktiveren Kurs der Notenbank, was zulasten von Risikoanlagen wie den Bitcoin geht.

Außerdem herrsche am Markt "aktuell ein Cocktail der Unsicherheit, bestehend aus geldpolitischen Unwägbarkeiten und geopolitischen Risiken", sagte Emden. Vor allem die anhaltende Unklarheit über den zukünftigen Zinskurs in den USA sowie Spannungen in mehreren Weltregionen hätten die Risikobereitschaft der Anleger deutlich gedämpft./jkr/jsl/jha/