Britischer Datenschützer leitet Untersuchung wegen Grok ein
LONDON (dpa-AFX) - Der britische Datenschutzbeauftragte hat eine Untersuchung zur Erstellung sexualisierter Bilder und Videos durch den KI-Chatbot Grok in Elon Musks Kurznachrichtendienst X eingeleitet. Der Schritt folge Berichten über die Erstellung solcher Bilder ohne Zustimmung der Betroffenen durch Grok, einschließlich von Kindern, hieß es in einer Mitteilung des Information Commissioner's Office (ICO).
Die Erstellung und Verbreitung solcher Bilder solcher Inhalte werfe "erhebliche Bedenken im Hinblick auf das britische Datenschutzrecht auf und birgt das Risiko erheblicher potenzieller Schäden für die Öffentlichkeit", so die Mitteilung weiter. Es gehe darum, ob persönliche Daten rechtmäßig, fair und transparent verarbeitet worden seien und ob es angemessene Sicherheitsmechanismen bei Grok gebe, um zu verhindern, dass persönliche Daten zur Erstellung schädigender manipulierter Bilder verwendet werden.
ICO kann Strafen in Millionenhöhe verhängen
Die Untersuchung solle feststellen, ob die Unternehmen XIUC und xAI bei der Entwicklung und Anwendung von Grok die Datenschutzgesetze eingehalten haben. Noch sei nicht festgestellt worden, ob ausreichende Hinweise für einen Verstoß gegen das Datenschutzrecht vorlägen. Sollte das der Fall sein, würden etwaige Stellungnahmen der Unternehmen geprüft werden, so die Mitteilung weiter.
Das ICO kann Verstöße gegen das Datenschutzrecht unter anderem mit Strafen in Höhe von bis zu 17,5 Millionen Pfund (etwa 20,3 Millionen Euro) oder vier Prozent des weltweiten Umsatzes ahnden, je nachdem was höher ist./cmy/DP/nas