AMSTERDAM (dpa-AFX) - Der Fiat- und Chrysler-Mutterkonzern Stellantis
Nach dem Handelsauftakt verlor das Papier in Paris zuletzt knapp ein Fünftel und fiel zeitweise auf ein Rekordtief. Bereits am Vortag hatte der Kurs fast sechs Prozent eingebüßt. Auf Sicht von einem Jahr hat die Aktie rund die Hälfte an Wert verloren. Jefferies-Analyst Philippe Houchois sprach in einer ersten Reaktion von rekordhohen Belastungen bei Stellantis.
Für die Kehrtwende werden über die kommenden Jahre auch Auszahlungen von Finanzmitteln in Höhe von 6,5 Milliarden Euro bei Stellantis fällig - dieses Jahr will das Management daher keine Dividende an die Aktionäre ausschütten. Zudem will sich das Unternehmen frisches Geld in Höhe von bis zu 5 Milliarden Euro über die Ausgabe neuer Anleihen besorgen, um die Bilanz zu stärken.
Die Neuordnung der Strategie kommt für den Vielmarkenkonzern (unter anderem Fiat, Chrysler, Peugeot, Jeep, Alfa Romeo, Opel) mit seinem starken US-Standbein nicht unerwartet - die großen US-Rivalen Ford
Der neue Chef Antonio Filosa sieht laut Mitteilung erste Anzeichen der Besserung: Im zweiten Halbjahr 2025 seien die Verkäufe im Jahresvergleich um 11 Prozent auf 2,8 Millionen Fahrzeuge gestiegen. Umsatz und der freie Mittelzufluss hätten wie angestrebt über den Werten aus dem ersten Halbjahr gelegen. Auch die berichteten Qualitätsprobleme bei den Autos seien in Nordamerika und Europa gesunken. Gleichwohl sei die operative Marge wegen Sonderproblemen schwächer ausgefallen als mit dem niedrigen einstelligen Prozentsatz im zweiten Halbjahr angestrebt. 2026 sollen die wesentlichen Kennzahlen ansteigen./men/lew/stk