LEVERKUSEN (dpa-AFX) - Der Bayer -Konzern bereitet Kreisen zufolge eine milliardenschwere Einigung um die schwelenden US-Rechtsstreitigkeiten rund um den angeblich krebserregenden Unkrautvernichter Roundup vor. So plane der Konzern einen Vergleich über 10,5 Milliarden US-Dollar anzukündigen, um aktuelle und künftige Rechtsverfahren auszuräumen, berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg am Dienstag unter Berufung auf informierte Personen. 7,5 Milliarden seien für Verfahren im Rahmen einer Sammelklage in einem Gericht im Bundesstaat Missouri vorgesehen. Weitere 3 Milliarden seien bestimmt für laufende Verfahren von Klägern, die das glyphosathaltige Mittel für ihre Krebserkrankung verantwortlich machen. Die Bayer-Aktie stieg in Reaktion auf den Bericht um 5,5 Prozent.
Bayer hatte sich die teuren Rechtsverfahren mit der Übernahme des US-Agrarchemiekonzerns Monsanto ins Haus geholt, die Aktie des Konzerns litt über Jahre unter den Unsicherheiten. Noch im Herbst hatten die Leverkusener im Zuge der Zahlenvorlage für das dritte Quartal die Rückstellungen in Sachen Glyphosat erhöht. Derzeit prüft der Oberste Gerichtshof der USA einen Fall, in dem es um den Vorrang von US-Bundesrecht vor dem Recht von Bundesstaaten geht. Davon erhofft sich Bayer Rückenwind./men/he