Ölpreise fallen nach Rally ein wenig - USA-Iran-Konflikt bleibt Haupttreiber
NEW YORK/LONDON (dpa-AFX) - Die Ölpreise haben am Freitag nach den jüngsten deutlichen Aufschlägen ein wenig nachgegeben. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im April kostete 71,49 US-Dollar. Das waren 16 Cent weniger als am Vortag. Der Preis für US-Öl der Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur Lieferung im März sank um 10 Cent auf 66,33 Dollar. Allerdings hatten die Ölpreise an den vergangenen Tagen noch deutlich zugelegt und zum Wochenschluss im frühen Handel die höchsten Stände seit über sechs Monaten erreicht.
Weiterhin steht der Konflikt zwischen dem Iran und den USA im Blick des Ölmarktes. Angesichts einer möglichen militärischen Eskalation drohte der Iran für den Fall eines Angriffs mit "entschlossenen und angemessenen" Gegenmaßnahmen. Am Donnerstag hatte US-Präsident Donald Trump eine Frist für ein Abkommen mit dem Land genannt und 10 bis 15 Tage als ausreichend bewertet. Das sei "so ziemlich das Maximum". Zugleich drohte er: "Entweder wir erzielen eine Einigung oder es wird für sie bedauerlich."
"Der Ölmarkt dürfte auch in der kommenden Woche von dem weiteren Verlauf des Konflikts zwischen den USA und dem Iran beeinflusst werden", kommentierten die Rohstoffexperten der Commerzbank. "Die zunehmende Gefahr eines Krieges im Mittleren Osten und die damit verbundenen Risiken für die Ölversorgung sprechen für eine steigende Risikoprämie und damit für einen höheren Ölpreis."/jsl/la/he