LIPPSTADT (dpa-AFX) - Der Scheinwerferhersteller Hella
Das Hella-Papier trat zu Wochenbeginn mit 83,50 Euro bei dünnem Handel auf der Stelle, die Forvia-Aktie verlor in Paris am Vormittag mehr als fünf Prozent. Knapp 82 Prozent der Hella-Anteile gehören dem Autozulieferer aus Nanterre. Die Hella-Aktie ist wegen des Börsenwerts von mehr als neun Milliarden Euro trotz des vergleichsweise geringen Streubesitzes im MDax
Den Umsatz im neuen Jahr taxiert das Hella-Management währungs- und portfoliobereinigt bei 7,4 bis 7,9 Milliarden Euro, teilte der Konzern am Montag mit. "Auch in 2026 bleibt das Branchenumfeld weiter anspruchsvoll, mit voraussichtlich stagnierenden Produktionsvolumina und ohne positive Impulse aus dem Markt", sagte Unternehmenschef Peter Laier laut Mitteilung.
Im vergangenen Jahr ging der Erlös nominal um 2,1 Prozent auf 7,9 Milliarden Euro zurück. Währungseffekte herausgerechnet, blieb der Umsatz mit 8,0 Milliarden Euro stabil. "Wesentlicher Treiber war unser Elektronikgeschäft, mit dem wir zentrale Zukunftsfelder wie automatisiertes Fahren, Elektromobilität und softwaredefinierte Fahrzeugarchitekturen adressieren", sagte Laier.
Vor allem Radarsensoren gaben der Elektroniksparte Schub. Die größte und angestammte Sparte mit Licht vorwiegend für die Automobilindustrie musste hingegen einen Dämpfer einstecken. Das habe an neuen Kundenprojekten und weiter hochlaufenden Serienproduktionen in Amerika und China gelegen, aber auch an der sinkenden Produktionsmenge in Europa. Das Ersatzteilgeschäft von Hella blieb stabil. Der Auftragseingang insgesamt habe bei rund 10 Milliarden Euro gelegen, hieß es weiter. Mehr als die Hälfte der Bestellungen kam dabei von außerhalb Europas.
Die operative Marge von Hella dürfte 2026 bei 5,4 bis 6,0 Prozent liegen und wird damit wohl ebenfalls schwächer ausfallen als ein Jahr zuvor. Im vergangenen Jahr legte sie von rund 5,6 auf 6,0 Prozent zu. "In einem von globalen Lieferkettenproblemen und Handelsrisiken geprägten Marktumfeld haben wir unseren Unternehmensausblick für das Jahr damit vollständig eingehalten", sagte Laier.
Vor allem im Lichtbereich sieht die Geschäftsführung weitere Notwendigkeit, profitabler zu werden. In einer Telefonkonferenz mit Analysten sprach das Management davon, unter anderem mehr Geschäft in Asien und mit amerikanischen Herstellern anzustreben. Hella hat bereits in den vergangenen Jahren einen Sparkurs gefahren und Stellen vor allem in Europa gestrichen, um die jährlichen Kosten bis Ende 2028 um gut 480 Millionen Euro zu drücken./men/nas/jha/