FRANKFURT/KOPENHAGEN/OSLO (dpa-AFX) - Neben den Rüstungs- und Ölwerten zählen am Montag auch die Aktien von Fracht-Reedereien zu den Profiteuren der Eskalation im Nahen Osten. Die Aktien von Hapag-Lloyd
"Die Spannungen im Nahen Osten verzögern die Wiedereröffnung des Suezkanals, verstärken Hafenstaus und führen zu höheren Frachtraten", schrieb der Barclays-Fachmann Marco Limite am Morgen vor dem Hintergrund, dass die USA und Israel am Wochenende den Iran angegriffen haben. Die Gewinne der Reedereien reagierten sehr sensibel darauf, wie sich die Frachtraten im Verhältnis zur Nachfrage entwickeln, erklärte er.
Dabei verwies er auf die große Bedeutung des Suezkanals für Transporte nach Europa. Reedereien hatten den Kanal zuletzt aber wegen Angriffen jemenitischer Huthi-Rebellen gemieden. Angesichts der militärischen Spannungen sei eine Wiederbefahrbarkeit des Roten Meeres, das an Saudi-Arabien vorbei zum Suezkanal führt, in absehbarer Zeit unwahrscheinlich, schätzt er. Nach der Ankündigung einiger Reedereien, die Abkürzung 2026 schrittweise wieder nutzen zu wollen, habe zuletzt Hoffnung gemacht. Diese erhalte nun einen Dämpfer.
Noch deutlicher spürbar sind die Auswirkungen am Montag am Öl- und Gasmarkt, für den die direkt am Iran vorbeiführende Straße von Hormus auf dem Seeweg eine der wichtigsten Engstellen ist./tih/bek/stw