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Goldpreis gerät stark unter Druck - Zinssorgen wachsen

03.03.2026
um 17:36 Uhr

LONDON (dpa-AFX) - Der Goldpreis ist am Dienstag stark unter Druck geraten. Auch der Preis für Silber gab deutlich nach. Eine Feinunze (etwa 31,1 Gramm) Gold kostete zuletzt 5.096 US-Dollar. Das waren 225 Dollar oder vier Prozent weniger als am Vortag. Der Silberpreis sank um rund sieben Prozent auf 83,05 Dollar.

Die Edelmetallpreise hatten zum Wochenstart zunächst mit deutlichen Kursaufschlägen auf den Beginn des Iran-Kriegs am Wochenende reagiert. Schließlich gilt insbesondere Gold als sicherer Hafen. Doch schon im Tagesverlauf am Montag gaben Gold und Silber die Gewinne wieder ab.

Gestiegene Inflationsgefahren im Zuge höherer Öl- und Gaspreise belasten zunehmend die Edelmetallpreise. Die Möglichkeit speziell der US-Notenbank die Geldpolitik zu lockern, könnte so eingeschränkt werden. Höhere Zinsen belasten tendenziell Edelmetalle, da sie keine Zinsen abwerfen. Der Goldpreis hat sich so von seinem Rekordhoch von fast 5.600 Dollar Ende Januar entfernt.

Am Wochenende griffen Israel und die USA den Iran an und töteten dabei unter anderem das Staatsoberhaupt und den Religionsführer des Landes, Ajatollah Ali Chamenei. Der Iran reagierte mit Gegenangriffen und schränkte außerdem den Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus, eine der wichtigsten Engstellen des weltweiten Energiehandels, ein. Die Kampfhandlungen gingen am Dienstag unvermindert weiter. Israel nahm bei Angriffen auf Teheran erneut den iranischen Machtapparat ins Visier./jsl/jha/

Gold (EUR)

WKN 965515 ISIN XC0009655157