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Aktien Asien: Märkte beruhigen sich etwas - Iran-Krieg bleibt aber im Fokus

06.03.2026
um 09:06 Uhr

TOKIO/SHANGHAI/HONGKONG/SYDNEY (dpa-AFX) - Nach den starken Schwankungen wegen des Iran-Krieges in dieser Woche ist an den asiatischen Märkten am Freitag ein Stück weit Ruhe eingekehrt. Bei überschaubaren Kursausschlägen tendierten die Börsen uneinheitlich, nachdem sie sich von anfänglichen Abgaben erholt hatten.

Nach den Gewinnen am Vortag blieben größere Anschlusskäufe allerdings überwiegend aus. Damit dominierte an den Märkten Vorsicht. "Zwar deutet vieles darauf hin, dass sich der Krieg im Iran in eine für die USA positive Richtung entwickeln könnte, doch Gewissheit gibt es nicht", so Stephen Auth, CIO für Aktien beim Vermögensverwalter Federated Herme. "Ebenso wenig lässt sich ausschließen, dass es zu erheblichen Störungen der globalen Energieversorgung kommt."

Zudem steht am Nachmittag der US-Arbeitsmarktbericht für Februar an, was die Zurückhaltung der Marktteilnehmer verstärkte. "In Kombination mit der geopolitischen Lage könnten diese Zahlen über den Wochenausklang entscheiden", merkte Analyst Frank Sohlleder vom Broker Activ Trades an. "Ein schwächelnder Arbeitsmarkt könnte die Sorgen vor einer Rezession befeuern, während ein zu starker Markt den Inflationsdruck durch Lohnsteigerungen erhöhen würde - ein klassisches Dilemma für die Anleger."

Japanische Aktien legten moderat zu. Der Leitindex Nikkei 225 schloss mit 55.620,84 Punkten 0,6 Prozent im Plus. Das auf Ölimporte angewiesene Lande profitierte damit auch vom leichten Rückgang der Ölpreise. Auf Wochensicht liegt der Nikkei 225 allerdings rund fünf Prozent im Minus.

Der südkoreansiche Kospi tendierte unterdessen kaum verändert. Die Aussichten nach der Korrektur der vergangenen Tage sind unterdessen gut. "Der Markt zählt weltweit zu den günstigsten Aktienmärkten", stellte Anlagestratege Ulrich Stephan von der Deutschen Bank fest. "Stabile Gewinnrevisionen und starke Exporte machen das aktuelle Kursniveau interessant." Im Vergleich zur Vorwoche hat der Kospi rund zehn Prozent verloren.

In China ging es aufwärts. Der Hang Seng der Sonderverwaltungszone Hongkong zog um 1,6 Prozent an, der CSI-300-Index der chinesischen Festlandbörsen stieg um 0,3 Prozent. Die Marktstrategen der Deutschen Bank sprachen von einer Erholung der Technologiewerte.

Etwas nach unten bewegten sich dagegen die Aktien in Australien. Der ASX sank um ein Prozent auf 8.851,00 Punkte. Der Markt hatte sich angesichts der Turbulenzen anderer Börsen in den vergangenen Tage vergleichsweise gut gehalten./mf/mis

Infront Japan 225

WKN 969244 ISIN JP9010C00002
Infront Japan 225 Chart
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