FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Anleger schauen am Montag weiterhin nervös auf die Entwicklung am Ölmarkt. Die weiter zugespitzte Lage im Nahen Osten drückte den Dax
Der Leitindex Dax rutschte zunächst deutlich unter die Marke von 23.000 Punkten, nachdem der Preis für ein Fass Rohöl der Nordsee-Sorte Brent in der Nacht auf fast 120 Dollar hochgeschnellt war. Entlastend wirkte dann ein Bericht der "Financial Times", wonach die G7-Staaten über eine mögliche Freigabe von Erdölreserven beraten sollen. Der Brent-Fasspreis kehrte daraufhin in Richtung der 100-Dollar-Marke zurück.
Vor diesem Hintergrund konnte auch der Dax sein bis zu 2,8 Prozent großes Tagesminus reduzieren. Zuletzt stand der Leitindex dann noch 1,6 Prozent tiefer bei 23.206 Punkten. Der MDax
Ein schnelles Ende des Iran-Krieges bleibt nicht absehbar. Getrieben ist die Situation an den Ölmärkten von der Angst vor einer längeren Sperrung der Straße von Hormus, die für den globalen Ölmarkt als Transportweg von enormer Bedeutung ist. Im Fokus der Märkte stand, dass der Iran mit dem Sohn des getöteten Ajatollah Ali Chamenei einen neuen obersten Führer bestimmt hat.
"Der Wochenauftakt hat es in sich. Nach der handelsfreien Zeit am Wochenende schlägt der Markt wieder einmal mit voller Wucht zu", schrieben am Morgen die Experten von Index-Radar. Investoren preisten das Szenario eines länger anhaltenden Konflikts ein und die Sorge vor einem erneuten Inflationsimpuls durch steigende Energiepreise.
In solchen Phasen lohnt es sich laut den Index-Radar-Fachleuten, einen Schritt kürzerzutreten. "Panik war an der Börse selten ein guter Ratgeber", heißt es aber weiter in ihrem Kommentar. Die Experten setzen darauf, dass der Konflikt zeitnah entschärft oder zumindest so begrenzt wird, dass die Energiepreise wieder deutlich nachgeben. Jeder weitere Tag erhöhe den politischen Druck auf Washington, eine Lösung voranzutreiben, schrieben sie auch mit Blick auf bald anstehende Zwischenwahlen in den USA.
Die vom Ölpreis ausgelösten Schwankungen zeigten sich am Montag in vielen energieintensiven Industriebranchen mit den üblichen Belastungen, während die Aktien großer europäischer Ölkonzerne wie BP
Auch in der Tourismusbranche bleibt die Angst der Anleger vor den Auswirkungen hoher Treibstoffpreise spürbar. Für die Aktien der Lufthansa
Gewinne erzielen konnten Anleger im Rüstungsbereich. Während es die Titel von Rheinmetall
In der Rüstungsbranche schauten die Anleger am Montag auch auf ein gelungenes Börsendebüt des Unternehmens Gabler
Aktien der Gea
Vollzogen wurde am Montag eine Umplatzierung in der Dax-Indexfamilie. Weder die Aktien des Autozulieferers Schaeffler