FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Dax
Im Zuge eines Ölpreis-Anstiegs auf fast 120 US-Dollar war der deutsche Leitindex am Morgen zeitweise unter die Marke von 23.000 Punkten auf ein Zehnmonatstief gesackt. Der Druck ließ im Tagesverlauf allerdings spürbar nach, denn die Ölpreise gingen wieder ein gutes Stück zurück.
Mit einem Minus 0,77 Prozent auf 23.409,37 Zähler ging das deutsche Börsenbarometer Dax letztlich aus dem Tag. Der MDax
Die G7-Staaten trafen mit Blick auf eine mögliche Freigabe von Teilen der nationalen Ölreserven nach französischer Darstellung zwar noch keine Entscheidung. Doch sagte Frankreichs Finanzminister Roland Lescure: "Worauf wir uns geeinigt haben, ist, wenn nötig alle notwendigen Mittel zu nutzen, um den Markt zu stabilisieren - die mögliche Freigabe von Reserven eingeschlossen."
Der Preis für ein Fass Rohöl der Marke Brent sank denn auch wieder unter 100 Dollar. Marktanalyst Jochen Stanzl von der Consorsbank brachte die Sorgen der Anleger auf den Punkt: "Je länger der Ölpreis über 100 Dollar notiert, desto größer ist das Inflationsrisiko, desto stärker nimmt die Rezessionsgefahr zu und desto höher ist die Wahrscheinlichkeit einer ausgedehnten Aktienkorrektur."
Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50
Die durch den Ölpreis ausgelösten Schwankungen wurden erneut vor allem in den energieintensiven Industriebranchen und der Tourismusbranche sichtbar, während Aktien großer europäischer Ölkonzerne wie Totalenergies
In der Tourismusbranche blieb die Angst der Anleger vor den Auswirkungen hoher Treibstoffpreise spürbar. Für die Aktien der Lufthansa
Im Rüstungsbereich gewannen Rheinmetall
Details zum Ende Januar vorgelegten Zahlenwerk der Gea
--- Von Claudia Müller, dpa-AFX ---