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Evotec forciert Umbau: Weiterer Stellenabbau und weniger Standorte

10.03.2026
um 07:39 Uhr

HAMBURG (dpa-AFX) - Der Pharmawirkstoffforscher und -entwickler Evotec treibt seinen Umbau mit weiteren Kostensenkungen voran. Unter anderem mit dem Aufbau sogenannter "Exzellenzzentren", in denen Kernkompetenzen gebündelt werden sollen, wollen die Hamburger ihr Betriebsmodell grundlegend neu ausrichten. Dazu soll innerhalb der nächsten zwei Jahre die Zahl der Standorte nochmals schrumpfen, und zwar auf zehn, wie das Unternehmen am Dienstag in der Hansestadt mitteilte. Bis zu 800 weitere Stellen sollen wegfallen - dies wäre knapp ein Fünftel der Belegschaft. Das Programm solle bis Ende 2027 weitgehend umgesetzt werden und bis dahin nochmals nachhaltige Einsparungen von rund 75 Millionen Euro bringen.

Mittelfristig soll so der Konzernumsatz bis 2030 auf mehr als eine Milliarde Euro anschwellen. Die bereinigte Gewinnmarge vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda-Marge) soll 2028 dann 20 Prozent erreichen und 2030 darüber liegen. Zuvor war eine Marge von mehr als 20 Prozent bereits für 2028 angepeilt worden.

Für 2026 rechnet Evotec mit einem "Übergangsjahr". Angepeilt werde ein Umsatz von 700 bis 780 Millionen Euro, zugleich soll das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen bei Null bis 40 Millionen Euro herauskommen.

Im vergangenen Jahr war der Umsatz vorläufigen Berechnungen zufolge leicht auf 788 Millionen Euro zurückgegangen, das bereinigte operative Ergebnis stieg hingegen auf 41 Millionen Euro - nach 22,6 Millionen Euro ein Jahr zuvor. Analysten hatten für 2025 weniger auf dem Zettel, sich aber bisher für 2026 mehr erhofft./tav/mis

Evotec SE

WKN 566480 ISIN DE0005664809