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Genossenschaftsbanken melden Rekordergebnis

10.03.2026
um 10:48 Uhr

FRANKFURT (dpa-AFX) - Deutschlands Genossenschaftsbanken haben in Summe 2025 ein Rekordergebnis erzielt. Gut 9,5 Milliarden Euro vor Steuern stehen nach vorläufigen Zahlen in den Büchern und damit 10,1 Prozent mehr als ein Jahr zuvor, wie der Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR) bilanzierte.

Der Jahresüberschuss der 646 (Vorjahr: 672) Volks- und Raiffeisenbanken, Sparda-Banken, PSD Banken und sonstigen Genossenschaftsbanken kletterte den vorläufigen Zahlen zufolge um mehr als ein Viertel auf rund 2,3 Milliarden Euro nach knapp 1,8 Milliarden Euro 2024.

"Wachstumschancen sehen wir weiterhin im Wohnungsbau und im Geschäft mit dem Mittelstand", führte BVR-Vorstandsmitglied Tanja Müller-Ziegler aus. Zusätzliche Impulse könnten sich aus dem Investitionspaket der Bundesregierung ergeben. Allerdings rechnet der Verband auch mit weiter steigenden Kosten für Personal, Regulierung und Digitalisierung.

Niedrige Sparzinsen gut für die Bilanz

Ein Ergebnistreiber war 2025 der Zinsüberschuss, der um gut fünf Prozent stieg und mit 21,5 Milliarden Euro den höchsten Wert der vergangenen fünf Jahre erreichte. Maßgeblich waren den Angaben zufolge um 14 Prozent gesunkene Zinsaufwendungen. Als Folge der Leitzinssenkungen der Europäischen Zentralbank (EZB) bekommen Sparer weniger für ihre Guthaben.

Nach Berechnungen des Vergleichsportals Verivox zahlen regionale Genossenschaftsbanken und Sparkassen über alle Sparprodukte und Laufzeiten hinweg niedrigere Zinsen als überregional tätige Institute. Für Tagesgeld gibt es bei Volks- und Raiffeisenbanken demnach im Schnitt 0,42 Prozent, bundesweit verfügbare Angebote bringen 1,3 Prozent (Stand: 1.3.2026)./ben/DP/nas