FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Anleger bleiben am Mittwoch besorgt ob der Entwicklung im Nahen Osten. Der Dax
Laut den Experten der Helaba ist es noch zu früh, um auf nachhaltige Kursgewinne zu setzen. Nach Meinung des Experten Jochen Stanzl von der Consors Bank handelte es sich bei dem Vortagsplus nur um eine "technische Erholung", die noch keinen neuen Trend begründe. Mit einer belastbaren Bodenbildung rechnet er im besten Falle in ein bis zwei Wochen.
Der Energiemarkt bleibt weiter das Zünglein an der Waage für die Konjunktur- und Inflationssorgen der Anleger im Zuge des Iran-Kriegs. Wie das "Wall Street Journal" berichtet, plant die Internationale Energieagentur (IEA) offenbar die größte Freigabe von Ölreserven ihrer Geschichte, um die Preisturbulenzen zu beruhigen. Darin sieht Stanzl aber nur eine "Lösung auf Zeit".
Neben dem geopolitischen Nachrichtenfluss müssen die Anleger am Nachmittag auch die jüngsten Zahlen zur Entwicklung der US-Verbraucherpreise im Februar verarbeiten. Die Fachleute der hessisch-thüringischen Landesbank wiesen aber darauf hin, dass diese den zuletzt massiven Anstieg der Benzinpreise noch nicht widerspiegeln.
Auf Unternehmensseite hat die Agenda zur Wochenmitte wieder einige Zahlenvorlagen auf höchster Ebene zu bieten. Das Feedback auf Rheinmetall
Das von Rheinmetall für 2026 angepeilte Wachstum konnte die Anleger im Rüstungsboom also wie zuletzt schon nicht mehr groß begeistern. Nach ihrer Rally aus den Vorjahren haben die Aktien 2026 ihre Mühe, sich im Plus zu behaupten. JPMorgan-Analyst David Perry sah den 2025 erzielten Umsatz und das operative Ergebnis etwas unter den Erwartungen.
Auch Henkel tut sich in diesem Jahr schwer, im Plus zu bleiben. In den vergangenen Tagen hatten die Aktien während des Iran-Kriegs schon viel Schwäche gezeigt. Nach einem schwachen Jahresergebnis bleibt das Management des Konsumgüterkonzerns für 2026 vorsichtig gestimmt. Der Experte Callum Elliott von Bernstein Research äußerte sich kritisch zur weiten Spanne des Margenausblicks.
Mit SAP
Im MDax
Befreit wirkten aber die Anleger von Wacker Chemie
Wieder Verluste von 2,2 Prozent einstecken mussten am Mittwoch die Aktionäre der Lufthansa
Ein erneuter Kursrutsch um sieben Prozent drückte Gerresheimer
Ein großer MDax-Verlierer war Delivery Hero