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Deutsche Anleihen: Kursverluste - EZB will Inflationsschub verhindern

11.03.2026
um 11:13 Uhr

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Kurse deutscher Bundesanleihen sind am Mittwoch nach der jüngsten Erholung gefallen. Der richtungweisende Euro-Bund-Future sank um 0,29 Prozent auf 126,59 Punkte. Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe stieg auf 2,89 Prozent.

Der Iran-Krieg schürt weiterhin Inflationsängste. Dazu tragen die erneut gestiegenen Ölpreise bei. Die höheren Inflationsgefahren könnten sich auf die Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) auswirken. An den vergangenen Tagen hatte sich die Lage vorübergehend etwas entspannt. Jetzt dreht sich die Stimmung wieder, da nicht wie von US-Präsident Donald Trump angedeutet, ein baldiges Ende des Kriegs bevorsteht. "Die letzten anderthalb Tage fokussierten sich die Märkte klar auf positive Nachrichten und ignorierten die negativen", schreiben die Experten der Dekabank. "Das deutet auf eine fortgeschrittene Bereinigung bei der Positionierung hin."

Die Notenbank will nach den Worten der Präsidentin Christine Lagarde einen starken Anstieg der Inflation wegen des Iran-Kriegs verhindern. "Wir werden alles Notwendige tun, um die Inflation unter Kontrolle zu halten", sagte Lagarde am Dienstagabend beim französischen Fernsehsender France 2. Es solle sichergestellt werden, dass die Folgen des Kriegs im Nahen Osten keinen Inflationsschub auslösen werden wie zuletzt in den Jahren 2022 und 2023, als der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine die Preise nach oben trieb.

Am Nachmittag werden in den USA noch Zahlen zu den Verbraucherpreisen veröffentlicht. Volkswirte erwarten, dass die Inflationsrate im Februar bei 2,4 Prozent verharren dürfte./jsl/jkr/stk

LS - Bund

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