FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Euro
Am Nachmittag sank die Gemeinschaftswährung um einen halben Cent auf 1,1519 Dollar. Vor Beginn der Krise hatte der Ölpreis noch über 1,18 Dollar notiert. Die Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs auf 1,1547 (Mittwoch: 1,1581) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8660 (0,8634) Euro.
Ein Ende des Iran-Kriegs ist weiterhin nicht in Sicht. Belastet wird der Euro durch die gestiegenen Rohölpreise. Die USA sind eine Nettoexporteur an Rohöl. Die deutlich gestiegenen Ölpreise sind nach Darstellung von US-Präsident Donald Trump sogar gut für die USA. "Die Vereinigten Staaten sind mit Abstand der größte Ölproduzent der Welt. Wenn also die Ölpreise steigen, verdienen wir viel Geld", teilte er auf seiner Plattform Truth Social mit. Der Iran will die Blockade der Straße von Hormus für den Öltransport fortsetzen.
Es gibt derzeit keine Anzeichen für ein Ende des Kriegs. Die Angriffe beider Seiten halten unvermindert an und die Golfregion und der Libanon bleiben weiter unter Beschuss. Irans neuer Religionsführer und Staatsoberhaupt Modschtaba Chamenei forderte in einer ersten im Staatsfernsehen verlesenen Stellungnahme Rache für die Kriegsopfer.
Die am Nachmittag in den USA veröffentlichen Konjunkturdaten bewegten den Devisenmarkt in diesem Umfeld nicht. So veränderte sich die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in der vergangenen Woche kaum. Volkswirte hatten einen leichten Anstieg erwartet. "Vorerst dürften also Makrozahlen aus dem Februar für Wechselkurse keine Rolle spielen", kommentierte Michael Pfister, Devisenexperte bei der Commerzbank. "Entscheidend bleibt, wie sich die Öl- und Gaspreise entwickeln und wann der Krieg im Nahen Osten enden könnte."
Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,86243 (0,86363) britische Pfund, 183,43 (183,63) japanische Yen und 0,9028 (0,9031) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold (etwa 31,1 Gramm) kostete zuletzt 5.118 Dollar. Das waren etwa 58 Dollar weniger als am Vortag./jsl/mis