FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Kurse deutscher Bundesanleihen haben sich am Freitag kaum verändert. Der richtungweisende Euro-Bund-Future
Der Krieg im Iran steht weiter im Blick des Anleihemarktes. Die Ölpreise blieben auch zum Wochenausklang auf einem hohen Niveau. Ungeachtet der Sorgen um die Blockade der Straße von Hormus sehen sich die USA im Iran-Krieg weiter auf dem Weg zum Erfolg. Die US-Attacken seien noch mal auf das bisher höchste Niveau gesteigert worden, sagte US-Verteidigungsminister Pete Hegseth am 13. Tag des Krieges. Die Freigabe von Ölreserven durch die Internationale Energieagentur hat bisher zu keiner nachhaltigen Senkung des Niveaus geführt. Die Verunsicherung an den Märkten bleibt hoch.
"Die Nervosität wächst täglich und je länger die Straße von Hormus geschlossen bleibt, desto stärker dürften die Märkte in Richtung Stagflation tendieren", warnt der Stratege Emmanuel Cau von der Barclays Bank. In diesem Szenario stagniert das Wirtschaftswachstum, während die Inflation anzieht. Vor diesem Hintergrund rückten die Zinsentscheide der großen Notenbanken in den Mittelpunkt, die in der kommenden Woche anstehen.
Die Märkte warten jetzt auf die Zinsentscheidung der Europäischen Zentralbank (EZB), die an diesem Mittwoch ansteht. Schließlich dürften die gestiegenen Erdöl- und Erdgaspreise zu einer höheren Inflation führen. An diesem Donnerstag wird allerdings noch keine Änderung der Zinsen erwartet. Beobachter gehen jedoch davon aus, dass die Notenbank bei weiter wachsenden Inflationsgefahren bald reagieren dürfte. Aussagen von EZB-Präsidentin Christine Lagarde dürften daher genau beachtet werden./jsl/mis