FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Frankfurter Flughafen erwartet auch 2026 noch nicht wieder das Fluggast-Aufkommen von vor der Corona-Krise. Im Vergleich zu 2025 dürfte die Zahl der Passagiere aber weiter zunehmen. Zudem rechnet der Flughafenbetreiber Fraport
Kurz nach Handelsbeginn zog die im MDax
Analystin Elodie Rall von JPMorgan sah das operative Ergebnis für das vierte Quartal um 4 Prozent über dem Konsens. Sie hob aber vor allem den Free Cashflow positiv heraus, der im Vorjahr erstmals seit 2018 wieder positiv gewesen sei - und damit ein Jahr früher als gedacht. Auch der Ausblick auf 2026 klinge recht gut. Die weiteren Kriegsgeschehen blieben aber bei den Anlegern freilich im Fokus.
Nach rund 63,2 Millionen Fluggästen im vergangenen Jahr dürfte die Zahl an Deutschlands größtem Flughafen im laufenden Jahr auf 65 bis 66 Millionen steigen. Damit bleibt das Rekordaufkommen von rund 70,6 Millionen Passagieren weiterhin ein gutes Stück entfernt. Analysten gingen für 2026 zuletzt von rund 65 Millionen Fluggästen aus.
Im vergangenen Jahr steigerte das Unternehmen seinen Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) um 10,4 Prozent auf 1,44 Milliarden Euro, was den durchschnittlichen Schätzungen von Analysten entsprach. Für das neue Jahr peilt Fraport-Chef Stefan Schulte einen Anstieg auf bis zu 1,5 Milliarden Euro an. Das wäre im besten Fall etwas mehr, als am Markt erwartet. Allerdings dürfte das Konzernergebnis wegen steigender Abschreibungen sowie höheren Zinskosten sinken.
Der Umsatz lag 2025 konzernweit mit gut 4,4 Milliarden Euro auf Vorjahresniveau. Unter dem Strich stand ein Gewinn von fast 432 Millionen Euro, rund 4 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum.
Zugleich liefen bei Fraport größere Investitionsprojekte aus, was in Kombination mit dem Wachstum des operativen Gewinns 2025 zu Barmittelzuflüssen führte. Sie beliefen sich auf 24,4 Millionen Euro. Zuvor hatte es seit 2018 durchgehend Mittelabflüsse gegeben.
Chef Schulte stellte in Aussicht, dass sich die positive Entwicklung fortsetzen werde: "Durch das Auslaufen der großen Investitionsprojekte werden unsere frei verfügbaren Mittel weiter deutlich steigen. Damit gewinnen wir zukünftig mehr Spielräume für den Schuldenabbau und Dividendenzahlungen an unsere Aktionärinnen und Aktionäre." Er bestätigte zudem die Ziele für 2030.
Wie bereits bekannt, will der Konzern seinen Aktionären nun zum ersten Mal seit der Corona-Pandemie eine Dividende zahlen. Für 2025 sollen sie einen Euro je Aktie erhalten, wie der Konzern bereits im Dezember angekündigt hatte. Die Fraport-Spitze will die Ausschüttungen künftig an der Verschuldung des Konzerns ausrichten./lew/stw/err/nas