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Deutsche Anleihen: Gestiegene Rohölpreise belasten Kurse

18.03.2026
um 17:55 Uhr

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Kurse deutscher Staatsanleihen sind am Mittwoch vor geldpolitischen Beschlüssen der US-Notenbank Fed gefallen. Erneut gestiegene Ölpreise sorgten für wachsende Inflationssorgen. Der richtungweisende Euro-Bund-Future sank um 0,26 Prozent auf 126,17 Punkte. Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe stieg auf 2,94 Prozent. Nach Angriffen auf seine Gasindustrie droht der Iran im Krieg mit Israel und den USA seinerseits Gasfelder und Raffinerien in den Vereinigten Arabischen Emiraten, Saudi-Arabien und Katar zu attackieren. Die Militärführung begründete dies damit, dass zivile und lebenswichtige Infrastruktur angegriffen worden sei, berichtete die Nachrichtenagentur Fars. Medien berichteten unter Berufung auf israelische Regierungskreise, dass die Luftwaffe des Landes die Angriffe auf die Gasindustrie am Persischen Golf geflogen habe. Die Rohölpreise legten daraufhin deutlich zu.

Gestiegene Ölpreise dürften die Inflation anheizen. In der Eurozone wird daher zunehmend eine Leitzinserhöhung durch die Europäische Zentralbank (EZB) in diesem Jahr erwartet. Dies belastet die Kurse von europäischen Staatsanleihen und stützt die Renditen. Auch in den anderen Ländern der Eurozone legten die Renditen zu.

An den Finanzmärkten warten die Anleger auf geldpolitische Beschlüsse in den USA, die am Abend auf dem Programm stehen. Es wird allgemein erwartet, dass die US-Notenbank die Zinsen in einem durch den Iran-Krieg verunsicherten Umfeld nicht verändern wird. Der Leitzins dürfte in der Spanne von 3,50 bis 3,75 Prozent bleiben. Die Investoren haben vor allem die Pressekonferenz von Notenbankchef Jerome Powell im Anschluss an die Zinsentscheidung im Blick./jsl/jha/

LS - Bund

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