FRANKFURT (dpa-AFX) - Konjunktursorgen haben den deutschen Aktienmarkt wieder fest im Griff. Die wichtigsten Indizes gerieten im frühen Handel am Donnerstag stark unter Druck. Für Verunsicherung sorgte der weiter kräftige Anstieg der Ölpreise, der die Furcht vor einem deutlichen Anziehen der Inflation mit entsprechend negativen wirtschaftlichen Konsequenzen schürte.
Der Dax
Aktuell kostet ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent rund 116 Dollar. Der Ölpreis reagiert weiter sensibel auf Nachrichten zum Iran-Krieg. Ein iranischer Offizieller sprach in der Nacht auf der Online-Plattform X von einer neuen Eskalationsstufe. Damit reagiert das Regime auf zunehmende Angriffe auf seine Energieinfrastruktur. Der Iran sieht seinerseits Energieinfrastruktur in Saudi-Arabien, den Vereinigten Arabischen Emiraten und Katar als legitime Ziele.
"Am deutschen Aktienmarkt herrscht ein Cocktail der Unsicherheit, bestehend aus geopolitischen Risiken und wachsenden Zinssorgen", sagte Marktanalyst Timo Emden von Emden Research. Die militärische Eskalation im Iran-Konflikt und die daraus resultierenden Turbulenzen am Ölmarkt hielten die Anleger weiterhin in Atem. Steigende Energiepreise nährten die Sorge, dass der geldpolitische Gegenwind nun deutlich anziehen könnte.
Die Erwartung einer schnellen Entspannung habe sich erneut als zu optimistisch erwiesen, fuhr Emden fort. Jede neue Eskalationsmeldung stelle dieses Szenario infrage. "Was aktuell noch als fragile Hoffnung am Markt vorhanden ist, kann jederzeit in Ernüchterung umschlagen", resümierte der Experte.
Hierzulande neigt sich die Berichtssaison der Unternehmen dem Ende zu, und die letzten Nachzügler veröffentlichten ihre Geschäftszahlen. So hatte Deutschlands größter Wohnimmobilienkonzern Vonovia
Der Internetdienstleister Ionos
Für Lanxess
Am Ende des Nebenwerte-Index SDax