MONTABAUR (dpa-AFX) - United Internet
Im laufenden Jahr soll der Umsatz von United Internet auf 6,25 Milliarden Euro zulegen, wie das im MDax
Die im SDax
Die Aktie von United Internet legte zuletzt um rund sechs Prozent zu auf 27,40 Euro und notierte damit auf dem Niveau zu Jahresbeginn. In den vergangenen zwölf Monaten hat sie 41 Prozent an Wert gewonnen. Die Aktie der Telekommunikations-Tochter 1&1 notierte zuletzt 6,6 Prozent im Plus. Seit einem Jahr hat sie rund 60 Prozent an Wert gewonnen.
Jüngst wurden die Titel von United Internet und der Tochter 1&1 von Übernahmespekulationen getrieben, wonach der spanische Telekom-Konzern ein Interesse an 1&1 habe. Zuletzt gab es jedoch Berichte, dass Telefonica seine Pläne wieder auf Eis gelegt haben soll.
Für Experte Andrew Lee von der US-Investmentbank Goldman Sachs sind die Quartalsergebnisse und Ausblicke von United Internet und der Tochter 1&1 weitgehend beruhigend gewesen. Er rechnet mit steigenden Marktschätzungen für den Barmittelzufluss.
Im abgelaufenen Geschäftsjahr stieg der Umsatz von United Internet um knapp zwei Prozent auf rund 6,1 Milliarden Euro. Darin enthalten ist nicht mehr der Umsatzbeitrag des im Oktober verkauften Geschäftsfeldes Energy. Das von der Tochter Ionos
Das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) verbesserte sich im Jahresvergleich um 2,4 Prozent auf knapp 1,3 Milliarden Euro. Die darin enthaltenen Aufbaukosten für das 1&1-Mobilfunknetz lagen mit 265,3 Millionen Euro auf Vorjahresniveau.
Neben den Netzausbaukosten belasteten auch gestiegene Abschreibungen, primär auf Investitionen in den Ausbau des Glasfasernetzes bei 1&1 Versatel sowie des 1&1 Mobilfunknetzes, das Ergebnis.
Unter dem Strich stieg der um Sondereffekte bereinigte Gewinn je Aktie aus fortgeführten Geschäftsbereichen von 86 Cent im Vorjahr auf 1,23 Euro. Grund für den starken Anstieg seien hauptsächlich geringere Steueraufwendungen. An die Aktionäre soll für 2025 eine Dividende von 50 Cent je Aktie ausgeschüttet werden. Hauptprofiteur ist Unternehmenschef Dommermuth, der die Hälfte der Anteile hält. Im Vorjahr hatte das Unternehmen neben einer regulären Dividende von 40 Cent noch eine Sonderdividende in Höhe von 1,50 Euro je Aktie ausgeschüttet.
1&1 hat 2025 die Erlöse um 1,8 Prozent auf gut 4,1 Milliarden Euro gesteigert. Das operative Ergebnis (Ebitda) reduzierte sich jedoch um 9,0 Prozent auf 537,5 Millionen Euro, vor allem wegen gestiegener Vorleistungskosten.
United Internet hat Ende 2025 sein Telekommunikationsgeschäft ganz in ihrer Tochter 1&1 gebündelt. Dazu hat 1&1 in einem komplexen Deal die Glasfasersparte 1&1 Versatel von United Internet für etwa 1,3 Milliarden Euro übernommen./err/mne/jha/