FRANKFURT (dpa-AFX) - Nach einer beschwichtigenden Stellungnahme des Managements hat sich die Kontron
Am Markt rätselten Händler und Analysten über die Gründe für den starken Kursdruck, denn es hatte weder unternehmensspezifische Nachrichten noch in den Markt gelangte negative Analystenkommentare gegeben.
Am Nachmittag reagierte das Management des österreichischen Technologiekonzerns und informierte, dass es seiner Auffassung nach für die Kursverwerfungen mit Blick auf die operative Geschäftsentwicklung keine Grundlage gebe. Zugleich will Kontron nun angesichts der geopolitischen Spannungen und Aktienkursschwankungen prüfen, ob davon profitiert werden kann. Dabei werde die kurzfristige Verabschiedung eines Aktienrückkaufprogramms in Betracht gezogen.
Aktienexperte Andreas Lipkow vom Broker CMC Markets verwies darauf, dass Technologiewerte allgemein unter Druck stünden, wobei er etwa auf Infineon
Mit dem eigentlichen operativen Geschäft habe dies "oftmals nichts zu tun". Stärkere Verwerfungen bei kleineren Werten seien in Marktphasen wie der aktuellen nicht unüblich. "Sie zeigen jedoch die Risiken solcher Investments auf", erklärte Lipkow.
Mit Blick auf die in einer Woche anstehenden Jahreszahlen erwarten Analysten keine größeren Überraschungen. Einer sagte, er sei zwar vorsichtiger, was die Umsätze von Kontron im vierten Quartal und dem Gesamtjahr betreffe, das operative Ergebnis (Ebitda) sollte jedoch den Erwartungen entsprechen./ck/lew/jha/