FRANKFURT (dpa-AFX) - In einem schwierigen Börsenumfeld sind die Aktien von Vincorion
Im Rahmen des Börsengangs nahm Star Capital durch den Verkauf von 17,65 Millionen Aktien 300 Millionen Euro ein. Dieser war nach Angaben der Nachrichtenagentur Bloomberg mehr als zweistellig überzeichnet. Aktuell kommt Vincorion auf einen Börsenwert von gut 940 Millionen Euro. Zum Vergleich: Der Branchenprimus Rheinmetall
Der Firmenname Vincorion ist ein Kunstwort, zusammengesetzt aus dem lateinischen vincere (siegen) und dem Sternbild Orion. Als unrealistischen Griff nach den Sternen möchte das Management den Börsengang nicht verstanden wissen, zu Höherem berufen sieht sich die Führungsriege des nicht allzu großen Unternehmens aber durchaus.
Die Firma gehörte bis 2022 zum Thüringer Technologiekonzern Jenoptik
Die Produkte von Vincorion kommen unter anderem im Kampfpanzer Leopard 2, im Schützenpanzer Puma und in den Patriot-Raketensystemen zum Einsatz. Der Umsatz des Unternehmens ist dank steigender Auftragszahlen in Deutschland, wo die Regierung die Verteidigungsausgaben erhöht hat, rasant gewachsen.
"Das Interesse an Vincorion ist groß", sagte David Kruk, Leiter des Handels bei La Financière de l?Echiquier. Der Börsengang sei ein guter Indikator für die Marktlage und die Nachfrage nach Verteidigungsaktien.
Seit Beginn des Ukraine-Krieges boomt die Branche, die Nachfrage nach Waffen und Rüstungsgütern ist groß. Der Sektor dürfte zudem von dem Iran-Krieg profitieren. Das macht die Rüstungsbranche zwar für Investoren grundsätzlich attraktiv. Wegen der rasanten Kursanstiege im vergangenen Jahr allerdings war zuletzt auch Zurückhaltung zu spüren gewesen. Unternehmen aus diesem Sektor werden derzeit im Schnitt höher bewertet als Aktien von Technologie- oder Luxusunternehmen./la/ag/stk