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Aufsicht: Irankrieg bringt EU-Banken nicht in Gefahr

23.03.2026
um 11:34 Uhr

PARIS (dpa-AFX) - Der Krieg in der Golfregion bringt die Banken in der EU nach Einschätzung ihrer Aufsicht nicht in die Bredouille. Die Branche verfüge Stand Ende 2025 über eine starke Kapitalausstattung, reichlich Liquidität und eine solide Qualität ihrer Vermögenswerte, schrieb die Europäische Bankenaufsicht (EBA) in ihrem jüngsten Risikobericht vom Montag. Die Engagements im Nahen Osten umfassten weniger als ein halbes Prozent ihrer Vermögenswerte, analysierte die Behörde mit Blick auf die Geldhäuser aus der Europäischen Union (EU) und dem Europäischen Wirtschaftsraum (EWR). Eine weitere Eskalation könnte ihrer Ansicht nach jedoch stärkere Folgen haben.

Dabei verwies die Behörde auf die steigenden Energiepreise, Inflationsdruck, ein schwächeres Wirtschaftswachstum in der Welt und Störungen der Lieferketten. "Diese Auswirkungen wären vor allem in energieintensiven Sektoren wie dem Verkehrs- und dem Baugewerbe sowie in bestimmten Bereichen des verarbeitenden Gewerbes zu spüren", schrieb die EBA weiter.

Ende 2025 waren Banken aus der EU und dem EWR den Angaben zufolge mit insgesamt 132 Milliarden Euro an Krediten und Vorschüssen bei Geschäftspartnern im Nahen Osten engagiert. Davon entfielen 47 Milliarden Euro auf Banken und andere Finanzunternehmen sowie 33 Milliarden auf andere Firmen. Der Löwenanteil der Gesamtsumme entfiel auf die Vereinigten Arabischen Emirate, gefolgt vom Emirat Katar und Saudi-Arabien./stw/err

Banco Santander S.A.

WKN 858872 ISIN ES0113900J37

BNP Paribas S.A.

WKN 887771 ISIN FR0000131104

Commerzbank AG

WKN CBK100 ISIN DE000CBK1001

Deutsche Bank AG

WKN 514000 ISIN DE0005140008
Deutsche Bank AG Chart
Deutsche Bank AG Chart

UniCredit S.p.A.

WKN A2DJV6 ISIN IT0005239360