SPRING (dpa-AFX) - Der Krieg im Iran hat beim US-Ölkonzern Exxon
"Öffentliche Berichte deuten darauf hin, dass die Reparatur der Schäden einen längeren Zeitraum in Anspruch nehmen wird", erklärte Exxon laut Mitteilung. Bis zur Begutachtung vor Ort könnten keine Angaben dazu gemacht werden, wie lange es dauern werde, bis die beiden Produktionslinien wieder normal in Betrieb genommen werden könnten.
Exxon gehört zu den ersten internationalen Ölkonzernen, welche die Auswirkungen des Krieges auf ihre Anlagen im und um den Golf beziffern. Normalerweise entfällt etwa ein Fünftel der weltweiten Produktion des texanischen Unternehmens auf diese Region. Der britische Konkurrent Shell
Die Exxon-Aktie verlor vorbörslich wie andere Öl- und Gaswerte deutlich und gab mehr als 6 Prozent nach, nachdem eine vereinbarte Waffenruhe im Iran die Öl- und Gaspreise hat fallen lassen.
Jüngsten Aussagen zufolge schätzt Katar, dass die Schäden an der Flüssiggas-Anlage jährliche Einnahmeverluste von rund 20 Milliarden US-Dollar verursachen und die Reparatur bis zu fünf Jahre dauern wird.
Wie Exxon weiter mitteilte, werden die Ergebnisse des ersten Quartals in der Energiesparte, die Raffinerie und Handel umfasst, aufgrund von Preisschwankungen und dem Zeitpunkt der Lieferungen um rund 3,7 Milliarden US-Dollar (rund 3,2 Mrd Euro) niedriger ausfallen als im Vorquartal. Bereinigt um die zeitlichen Effekte war der Gewinn je Aktie den Angaben zufolge höher als im Vorquartal.
Exxon erwartet im ersten Quartal Gewinne von im Mittel rund 2,1 Milliarden Dollar beziehungsweise 400 Millionen US-Dollar aus höheren Rohöl- und Erdgaspreisen. Konzernchef Darren Woods hat die Produktion in den vergangenen drei Jahren durch Akquisitionen und Wachstumsprojekte um mehr als 30 Prozent auf fast 5 Millionen Barrel pro Tag gesteigert.
Detaillierte Quartalszahlen legt Exxon am 1. Mai vor./nas/men/jha/