FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Flugbegleiter der Lufthansa
Die Lufthansa-Aktie lag nachbörslich auf der Handelsplattform Tradegate ein halbes Prozent im Minus im Vergleich zum Xetra-Schluss. Im Haupthandel hatte das Papier zur Wochenmitte nach der vereinbarten Waffenruhe im Irankrieg mehr als zehn Prozent gewonnen.
In einer Urabstimmung hatten die Kabinenbeschäftigten der Kerngesellschaft Lufthansa und der Regionaltochter Cityline Ende März mit großer Mehrheit für einen Arbeitskampf gestimmt. Bei der Kerngesellschaft stimmten rund 94 Prozent für Streiks, bei der Cityline knapp 99 Prozent.
"Wir haben die Osterfeiertage bewusst von Arbeitskampfmaßnahmen ausgenommen, um die Auswirkungen für Reisende so gering wie möglich zu halten. Dass es nun dennoch zu Beeinträchtigungen bei der Rückkehr aus den Ferien kommen kann, ist uns sehr bewusst und wir bedauern das ausdrücklich", heißt es in einer Stellungnahme des Ufo-Vorsitzenden Joachim Vázquez Bürger. Der Streik wäre aus seiner Sicht vermeidbar gewesen - "die Verantwortung liegt bei der Lufthansa, die es bislang nicht einmal geschafft hat, ein verhandlungsfähiges Angebot vorzulegen", sagte er.
In dem Konflikt geht es um die Tarifverhandlungen zum Manteltarif bei Lufthansa und nach Ufo-Angaben um eine fehlende Bereitschaft des Unternehmens, bei der Cityline über einen Sozialtarifvertrag zu verhandeln. Daran hingen rund 800 Existenzen. Der Flugbetrieb der Regionaltochter soll nach Aussagen des Managements im kommenden Jahr enden. An ihre Stelle tritt eine neue Gesellschaft mit dem ähnlichen Namen Lufthansa City Airlines./brd/DP/men