MÜNCHEN (dpa-AFX) - Das Dschungelcamp hat es vorgemacht, jetzt zieht "Kampf der Realitystars" nach: Auch die RTL-II-Show
Doch das Konzept ist das gleiche: Nicht etwa die (oft etwas langweiligen) Gewinner, sondern Kandidaten, die in einer früheren Staffel - aus welchen Gründen auch immer - für Aufsehen sorgten, dürfen nochmal ran.
Für den thailändischen RTL-II-Strand bedeutet das, Trash-TV-Größen wie "Bauer sucht Frau"-Legende Narumol ("Ich bin fick und fertig"), Kader Loth, Georgina Fleur, Yeliz Koc, Frédéric Prinz von Anhalt und Sarah Knappik gehen dort ein zweites Mal an Land.
Insgesamt 24 Kandidatinnen und Kandidaten versuchen, sich in fiesen Spielchen und noch fieseren Intrigen gegenseitig auszustechen, bis nur noch ein "Realitystar" als Gewinner übrig bleibt. Dem Sieger - oder der Siegerin - winken bis zu 50.000 Euro und der Titel "RealityAllstar 2026".
"Mit allen Wassern gewaschen"
Doch in diesem Jahr soll einiges anders werden. "Wir haben ja dieses Mal eine Allstars-Staffel - sprich: sehr erprobte Realitystars, die natürlich mit allen Wassern gewaschen sind und genau wissen, wie sie sich vor der Kamera präsentieren müssen und die Gunst der Moderatorin sowie der Zuschauer in ihre Richtung lenken könnten", sagte Moderatorin Arabella Kiesbauer, die zum zweiten Mal dabei ist, der Deutschen Presse-Agentur vor der Ausstrahlung der Staffel.
"Deswegen haben wir uns im Vorfeld schon überlegt, welche Elemente wir mit einbauen können, damit wir die Stars aus der Reserve locken und die Masken fallen."
Welche genau das sind, verriet sie nicht. Und in der ersten Folge, die bereits beim Streamingdienst RTL+ zu sehen ist, scheinen auch erstmal die altbekannten Elemente abgespult zu werden: Die Kandidaten müssen sich selbst und die Konkurrenz bewerten und geraten ob der Diskrepanz zwischen Selbst- und Fremdeinschätzung zuverlässig aneinander.
Weil sie dabei nicht nur streitsüchtig, sondern auch noch schlecht sind, verliert ein Großteil von ihnen daraufhin sein Bett und muss sich einen Platz außerhalb des Schlafzimmers für die Nachtruhe suchen.
Debatte um Safe und Luxusuhr
Dabei brechen alte Feindschaften - vor allem die zwischen Georgina Fleur und ihrem ehemals besten Freund Sam Dylan - so prompt wieder auf, wie wohl vom Casting vorgesehen. "Wenn so viele Egos auf engem Raum zusammenkommen gibt es Konfliktpotenzial", sagte Kiesbauer. "Da ist das Drama vorprogrammiert."
Einzig die Debatte um die Frage, ob der von Zsa Zsa Gabors Witwer, Frédéric Prinz von Anhalt, eigens einbestellte Safe wirklich sicher genug ist für seine (möglicherweise) 100.000 Euro teure Uhr, hat es in der Form womöglich noch nicht gegeben.
"Alles ist möglich, nichts ist fix"
Doch Moderatorin Kiesbauer, die im vergangenen Jahr von ihrer umstrittenen Vorgängerin Cathy Hummels übernommen hat, verspricht Überraschungen: "Es gab sehr viele unvorhergesehene Dinge, die da als Elemente mit eingeflossen sind, sodass die Realitystars schnell gemerkt haben, dass das Motto dieser Staffel lautet: Alles ist möglich, nichts ist fix", sagte sie der dpa.
"Man muss Strategien brechen - und das ist uns wirklich hervorragend gelungen bei Staffel 7. Allianzen, die Realitystars im Kopf hatten, haben nicht funktioniert, weil es keine Möglichkeit gab, diese zu bilden." Die Moderatorin kündigt "Twists und Turns und mehrere Geschichtenstränge" an.
Denn das sei ja schließlich nicht irgendeine Staffel, betonte die 57-Jährige im Interview: "Das A und O, um als Realitystar bestehen zu können, und darüber hinaus das Prädikat "besonders wertvoll" zu bekommen, ist der Wille, sich zu präsentieren, im Rampenlicht zu bestehen, eine eigene Persönlichkeit zu haben und wirklich seine eigene Marke zu sein. Das trennt dann die Spreu vom Weizen."/bsj/DP/zb