FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Euro
Weiterhin marktbewegender Einfluss gehe von den geopolitischen Entwicklungen rund um den Persischen Golf aus, schrieben die Experten der Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba). Eine Fortsetzung der Verhandlungen zwischen dem Iran und den Vereinigten Staaten ist derzeit ungewiss. Zwar soll sich US-Vizepräsident JD Vance Medien-Angaben zufolge für eine Reise in die pakistanische Hauptstadt Islamabad bereithalten. Eine offizielle Bestätigung gab es aber zunächst nicht. Auch von iranischer Seite fehlten eindeutige offizielle Signale für eine Dialogbereitschaft. Die 14-tägige Waffenruhe läuft in der Nacht zum Donnerstag mitteleuropäischer Zeit ab.
Konjunkturdaten gerieten angesichts dessen in den Hintergrund. So hat der Iran-Krieg zwar die von dem Forschungsinstitut ZEW erhobenen Konjunkturerwartungen von Analysten sowie institutionellen Anlegern für Deutschland stärker eingetrübt als befürchtet. Chefvolkswirt Thomas Gitzel von der VP Bank blickte dennoch recht zuversichtlich in die Zukunft: "Das Infrastruktur- und Rüstungsprogramm der deutschen Bundesregierung wird weiter seine positive Wirkung auf die gesamtwirtschaftlichen Wachstumsraten entfalten."
In den USA legten die Umsätze im Einzelhandel im März überraschend deutlich zu. Allerdings hätten die hohen Benzinpreise, die eine direkte Konsequenz des Iran-Konfliktes seien, die Erlöse regelrecht aufgebläht, schrieb Analyst Tobias Basse von der Landesbank Nord/LB.
Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,87035 (0,87045) britische Pfund, 187,14 (186,88) japanische Yen und 0,9172 (0,9189) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold (etwa 31,1 Gramm) kostete zuletzt 4.772 Dollar. Das waren rund 49 Dollar weniger als am Vortag./la/he