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Aktien Frankfurt: Moderate Gewinne - Dax verteidigt Marke von 24.000 Punkten

27.04.2026
um 11:48 Uhr

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der deutsche Aktienmarkt hat am Montag von einem vorsichtigen Optimismus im Nahost-Konflikt und guten Vorgaben der Überseebörsen Auftrieb erhalten. Laut dem US-Nachrichtenportal Axios schlug der Iran den Vereinigten Staaten ein neues Angebot für die Öffnung der für den globalen Öltransport wichtigen Meeresstraße von Hormus vor.

Der Dax stieg gegen Mittag um 0,5 Prozent auf 24.249 Punkte und hält sich damit zunächst über der 200-Tage-Linie für den längerfristigen Trend bei aktuell 24.113 Punkten. Für den MDax mit den mittelgroßen Werten ging es um 0,9 Prozent auf 30.523 Zähler nach oben. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 notierte 0,3 Prozent höher.

"Die Anleger setzen auf ein Ende des Irankriegs, auf starke Quartalszahlen, die auf die Resilienz der Unternehmen trotz hoher Energiepreise hindeuten, und auf Notenbanken, die den Inflationsschub als vorübergehend ansehen und nicht an der Zinsschraube drehen", kommentierte Marktanalyst Jochen Stanzl von der Consorsbank.

Gut aufgenommene Quartalszahlen des Windkraftkonzerns Nordex trieben die Aktien auf das höchste Niveau seit dem Jahr 2002. Zuletzt belief sich das Kursplus auf 9,4 Prozent. Im bisherigen Jahresverlauf bauten sie damit ihren Kursgewinn auf 69 Prozent aus. Analysten reagierten mit viel Lob für die Geschäftsentwicklung. Die Profitabilität habe die Erwartungen klar übertroffen, der Auftragsbestand liege auf Rekordniveau, kommentierte Richard Dawson von der Berenberg Bank.

Die Siemens-Papiere kletterten auf den höchsten Stand seit Mitte Februar und gewannen an der Dax-Spitze 3,6 Prozent. Dass sich die Titel des Technologiekonzerns seit Jahresbeginn schwächer als jene der Konkurrenz entwickelt haben, hält Analyst Alasdair Leslie von Bernstein Research für ungerechtfertigt. Er sieht Siemens in den kommenden Monaten vor einer Neubewertung und Spielraum für weitere Aktienrückkäufe.

Nach viertägigen Kursverlusten verhalf eine Kaufempfehlung der Bank of America (BofA) den Aktien der Commerzbank zu einem Kursgewinn von 1,6 Prozent auf 34,50 Euro. Die Analysten um Tarik El Mejjad begründeten ihre Hochstufung von "Neutral" auf "Buy" mit der Attraktivität des Papiers, auch unabhängig von einer möglichen Übernahme durch die Unicredit . Dabei verwiesen sie auf das überdurchschnittliche Gewinnwachstum je Aktie.

Dagegen riss ein Pressebericht, dass sich der Energiekonzern Eon in fortgeschrittenen Gesprächen über den Kauf der britischen Ovo Energy befindet, die Anleger nicht vom Hocker. Die Eon-Papiere notierten zuletzt praktisch unverändert. Zwar stünden die Unternehmen kurz vor einer Vereinbarung, ein Scheitern sei aber noch möglich, berichtete der Nachrichtensender Sky am Samstag unter Berufung auf Industriekreise./edh/stk

--- Von Eduard Holetic, dpa-AFX ---

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