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Pressestimme: 'Münchner Merkur' zu Merz/Trump

30.04.2026
um 05:35 Uhr

MÜNCHEN (dpa-AFX) - "Münchner Merkur" zu Merz/Trump:

"Der hat Friedrich Merz noch gefehlt in seiner Sammlung: Seit dieser Woche ist auch noch Donald Trump wütend auf den Kanzler, und das nicht zu Unrecht. So über die "Demütigung" Amerikas im Iran abzulästern, wie Merz es vor Schülern (!) getan hat, ist maximal ungeschickt und verdoppelt den Schaden, den bereits das Berliner "nicht unser Krieg"-Gerede verursacht hat. Der Kanzler richtet damit auch in der Außenpolitik, in der er bisher punkten konnte, völlig unnötig einen Scherbenhaufen an. Noch immer sind die Europäer ohne die USA in der Ukraine chancenlos. Trumps giftiger Konter - "kein Wunder, dass es Deutschland so schlecht geht" - trifft den verhinderten Reformer Merz zudem an seiner empfindlichsten Stelle."/DP/jha