SEOUL/TOKIO/HONGKONG/SHANGHAI (dpa-AFX) - Die wichtigsten asiatischen Aktienmärkte haben am Donnerstag nachgegeben. Sie reagierten damit auf den weiteren Ölpreisanstieg wegen des Iran-Kriegs.
"Treiber war eine erneute Verschärfung der Situation: Trump soll heute ein Briefing des US-Zentralkommandos zu neuen Militäroptionen gegen Iran erhalten", hieß es dazu von der Landesbank Baden-Württemberg. "Die Hoffnung auf ein baldiges Ende der Pattsituation am Golf hat einen herben Dämpfer erhalten." Diese Entwicklung habe an den asiatischen Märkten Stagflationssorgen verstärkt, so die Marktstrategen der Deutschen Bank.
"Wie groß der Dissens innerhalb des Offenmarktausschusses derzeit ist, zeigte das Abstimmungsverhalten in dieser Sitzung", stellte Volkswirt Thomas Gitzel von der VP Bank fest. "Während die Fed zuletzt grundsätzlich eine Tendenz hin zu einer geldpolitischen Lockerung signalisierte, lehnten drei Gouverneure exakt dies nun ab."
Für die Börsen war dies eher unbefriedigend. "Der Markt kann mit all diesen Informationen wenig anfangen und preist deshalb ein, dass sich die Fed bis in den Spätsommer 2027 hinein gar nicht bewegt", folgerte Eckhard Schulte, Vorstandsvorsitzender des Vermögensverwalters MainSky Asset Management.
Am japanischen Aktienmarkt kam es nach der Feiertagspause zu Verlusten. Der Nikkei 225
Auch die chinesischen Börsen gaben nach. Für den Hang-Seng-Index