FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Kurse deutscher Staatsanleihen haben am Montag nachgegeben. Der richtungweisende Euro-Bund-Future
Belastet wurden die Anleihen durch die gestiegenen Ölpreise. Inflationssorgen und die Erwartung von Leitzinserhöhungen werden so aufrechterhalten. Es gilt an den Finanzmärkten als wahrscheinlich, dass die Europäische Zentralbank (EZB) im Juni ihre Leitzinsen anheben wird.
Die Lage im Nahen Osten und insbesondere an der Straße von Hormus bleibt im Blick der Märkte. Die Vereinigten Staaten dementierten, dass die iranischen Streitkräfte ein US-Kriegsschiff mit Raketen getroffen haben. Das für den Nahen Osten zuständige Regionalkommando Centcom teilte auf der Plattform X mit, Berichte iranischer Medien, dass ein Schiff von zwei Raketen getroffen worden sei, seien falsch. Kein Schiff der US-Marine sei getroffen worden. Eine entsprechende Meldung hatte die Ölpreise zeitweise deutlich nach oben getrieben. Für etwas Hoffnung sorgte die Nachricht, dass zwei Handelsschiffe, die unter US-Flagge fahren, nach Angaben des US-Militärs die Straße von Hormus passiert hätten.
Die am Vormittag veröffentlichten Konjunkturdaten spielten am Anleihemarkt kaum eine Rolle. Der von Sentix erhobene Indikator für die Eurozone legte im Mai unerwartet etwas zu. Der Wert bewegt sich aber weiterhin deutlich im negativen Bereich. In Deutschland trübte sich die Stimmung weiter ein. "Die größte Volkswirtschaft der Eurozone befindet sich auf einem negativen Sonderweg", schrieb Sentix./jsl/he